Wegen Bombenanschlägen 2008: 38 Menschen in Indien zum Tode verurteilt – Bericht

© AFP 2022 / MONEY SHARMAEin bewaffneter Polizist wacht am 21. Februar 2013 am Hauptbahnhof in Ahmedabad nach Serienbombenanschlägen in Hyderabad.
Ein bewaffneter Polizist  wacht am 21. Februar 2013 am Hauptbahnhof in Ahmedabad nach Serienbombenanschlägen in Hyderabad.  - SNA, 1920, 18.02.2022
Ein Sondergericht in Indien hat 38 Menschen im Zusammenhang mit einer Serie von Bombenanschlägen in der Stadt Ahmedabad (Bundesstaat Gujarat) im Jahr 2008 zum Tode verurteilt. Dies berichtete der TV-Sender India TV.
Elf weitere Menschen von insgesamt 49 Angeklagten seien zu lebenslanger Haft verurteilt worden, sagte Staatsanwalt Amit Patel gegenüber Reportern am Freitag.
Die Angeklagten seien unter anderem wegen Mordes, versuchten Mordes, der Volksverhetzung und der Verletzung des Anti-Terror-Gesetzes verurteilt worden.
Nach Polizeiangaben planten die Verurteilten die Bombenanschläge als Antwort auf Unruhen im Jahr 2002 in der Stadt Godhra, bei denen den Angaben zufolge mehr als 1000 Menschen, vorwiegend Muslime, getötet wurden.
Der Prozess in dem Fall hatte 2009 begonnen und aus Sicherheitsgründen zunächst im Zentralgefängnis von Ahmedabad stattgefunden. Später wurde das Verfahren hauptsächlich per Videokonferenz geführt. Berichten zufolge versuchten 2013 mehrere Angeklagte zu fliehen, indem sie einen fast 65 Meter langen Tunnel gegraben hatten.
Bei den Anschlägen im Juli 2008 wurden innerhalb von rund 70 Minuten mit rund 20 Bomben 56 Menschen an verschiedenen Orten von Ahmedabad getötet und mehr als 240 weitere verletzt. Die Bomben gingen unter anderem in Bussen und Autos sowie in zwei Krankenhäusern hoch, wohin Verletzte gebracht worden waren. Am nächsten Tag fand die Polizei in der südlichen Stadt Surat mehr als zehn Blindgänger. Die militant-islamistische Gruppe „Indian Mujahideen“ hatte damals in E-Mails an mehrere Medien die Verantwortung für die Anschläge übernommen.
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