Verteidigungsministerin Lambrecht sieht keine Anzeichen für russischen Truppenabzug

© AP Photo / Michael SohnChristine Lambrecht, Bundesministerin der Verteidigung
Christine Lambrecht, Bundesministerin der Verteidigung - SNA, 1920, 17.02.2022
Nachdem das Weiße Haus die russische Ankündigung zum Teilabzug der Truppen von Übungsplätzen im Süden und Westen des Landes als „nicht wahr“ bezeichnet hat, hat sich nun auch die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zu dem Vorwurf geäußert.
Der „Spiegel“ berichtete von Lambrechts Äußerungen und den Forderungen der Bundesregierung.
Die Verteidigungsministerin sehe keine Anzeichen für einen russischen Truppenabzug. Die Bundesregierung appelliere an Russland, seine Truppen wie angekündigt zurückzuziehen.

„Es gibt bisher nur Worte“, so Lambrecht.

Laut „Deutschlandfunk“ habe auch der Bundeskanzler Olaf Scholz in einem Telefonat mit US-Präsident Joe Biden geäußert, dass ein signifikanter Rückzug russischer Truppen bislang nicht beobachtet worden sei.
Auch die britische Außenministerin Liz Truss bekräftigte die Anschuldigungen der USA in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „Telegraph“. Es gebe „keine Anhaltspunkte“ für einen Truppenabzug.
Weißes Haus in Washington (Archivbild) - SNA, 1920, 17.02.2022
„Falscher Vorwand“? Weißes Haus wirft Russland Erhöhung der Truppenpräsenz vor

Angebliche Erhöhung der Truppenpräsenz

Das Weiße Haus behauptete in einer Pressemitteilung, die russische Mitteilung zum Teilabzug russischer Truppen im Süden und Westen des Landes sei „falsch“. Russland suche nach einem „falschen Vorwand“, um „eine Invasion in die Ukraine zu rechtfertigen“. Die russische Truppenpräsenz sei angeblich um „bis zu 7000 Soldaten erhöht“ worden.
Seit Monaten spekulieren westliche Medien über eine angeblich bevorstehende „russische Invasion“ in die Ukraine. US-Geheimdienste berichteten von einem bevorstehenden Überfall auf die Ukraine, der diese Woche hätte stattfinden sollen.
Nato-Staaten und einige andere Länder kritisierten Truppenbewegungen Russlands auf seinem Hoheitsgebiet an der Grenze zur Ukraine und drohen Moskau mit schwerwiegenden Konsequenzen. Moskau wies die Vorwürfe wiederholt zurück und sieht sich durch das Heranrücken der Nato an seine Grenzen bedroht. Die Nato beschloss den Ausbau ihrer Truppenpräsenz im östlichen Bündnisgebiet.
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