Sturmtief „Ylenia“: Schwere Orkanböen ziehen über Deutschland

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Unwetter (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.02.2022
Zwei Sturmtiefs ziehen diese Woche über Deutschland hinweg. Das erste, der Orkan „Ylenia“, hat in der Nacht zu Donnerstag Norddeutschland erreicht und fegt weiter über Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern hinweg.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch vor schweren Sturmböen und einzelnen Orkanböen im Norden und Osten Deutschlands sowie vor Schauern und Gewittern in der Nacht zum Donnerstag sowie Donnerstagvormittag.

„Für die deutsche Nordseeküste besteht die Gefahr einer Sturmflut“, teilte das Bundesamt für Seefahrt und Hydrographie mit.

Dem Bundesamt zufolge soll das Hochwasser an der ostfriesischen Küste etwa einen Meter höher als das mittlere Hochwasser ausfallen, an der nordfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet ein bis anderthalb Meter höher, im Hamburger Elbegebiet anderthalb bis zwei Meter höher.

Feuerwehren und Polizeileitstellen berichteten am frühen Donnerstagmorgen von zahlreichen Einsätzen in verschiedenen Teilen des Landes, größere Schäden seien vorerst ausgeblieben.
Die Berliner Feuerwehr rief in der Nacht zum Donnerstag den Ausnahmezustand Wetter aus und warnte vor starkem Unwetter am Donnerstag.

„Wenn möglich bleiben Sie bitte zuhause. Halten Sie Fenster und Balkontüren geschlossen.

Sichern Sie lose Gegenstände gegen Wegfliegen oder Herunterfallen.

Betreten Sie keine Wälder oder Parkanlagen“, appellierte die Berliner Feuerwehr auf Twitter.

Es kam zu Verzögerungen im Zugverkehr, die Lufthansa strich vorsorglich 20 Flüge, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur (DPA) mitteilte. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt seien laut DPA vor allem Verbindungen mit Berlin, Hamburg und München betroffen.
In exponierten Lagen, wie Bergspitzen, wurden zum Teil Orkanböen und orkanartige Böen registriert. So berichtete der Deutsche Wetterdienst von Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde am Brocken im Harz.
In mehreren Bundesländern, so beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, Teilen Niedersachsens oder Bayerns wurde der Schulunterricht zeitweise eingestellt.
Ab Donnerstagnachmittag lässt der Wind von Tief „Ylenia“ laut DWD nach, für Freitagmittag wird bereits der nächste Orkan, „Zeynep“, erwartet. Dieser soll vor allem den Norden Deutschlands treffen.
Ein überfluteter Parkplatz in Hamburg während des Sturms „Nadia“.  - SNA, 1920, 01.02.2022
Behörden rechnen mit erneuter Sturmflut an der Nordseeküste
Ende Januar verursachte das Sturmtief „Nadia“ mehrere Unfälle und schwere Schäden. Es kam zu starkem Wind, bis hin zu Orkanböen sowie an der gesamten Nordseeküste zu einer Sturmflut.
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