Russische Botschaft: USA sollen auf militaristische „Selbsthypnose“ verzichten

© SNA / Aleksei AgaryshevDie russische Botschaft in Washington
Die russische Botschaft in Washington - SNA, 1920, 17.02.2022
Russland mahnt das US-Außenministerium, den „militaristischen Rausch“ seiner Massenmedien in Sachen Ukraine nicht anzufeuern. Das erklärte die russische Botschaft in Washington.
„Wir mahnen das US-Außenministerium, den ‚militaristischen Rausch’ von Journalisten nicht anzufeuern, sondern sich auf wahrhaft wichtige Fragen der diplomatischen Regelung des innerukrainischen Konfliktes zu konzentrieren“, heißt es in einer Erklärung der diplomatischen Mission auf ihrer Facebook-Seite.
Die Botschaft nahm Stellung zum jüngsten Interview des Sprechers des State Department, Ned Price, mit dem Fernsehsender CNN. Darin versuchte Price, Moskau der Verbreitung von unglaubwürdigen Informationen über die Ukraine zu überführen.
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Die Diplomaten der Botschaft konstatierten, dass „der in den USA hochgepuschte Grad antirussischer Hysterie es amerikanischen Kollegen nicht erlaubt, Dinge objektiv zu sehen“.

„Die Selbsthypnose, bei der ein russischer Überfall unabwendbar erscheint, geht unentwegt weiter. Es ging soweit, dass CNN im Vortagsinterview mit Ned Price in einer Live-Reportage aus Kiew im Grunde genommen einen Countdown für die vermeintliche Invasion gestartet hat, die der TV-Sender für Morgen des 16. Februar ‚festsetzte’“, hieß es.

Westliche Medien haben im letzten Monat mehrmals das Datum und sogar die Uhrzeit der „Invasion“ Russlands in die Ukraine genannt.
Die britische Zeitung „The Sun“ schrieb unter Berufung auf US-Geheimdienste, dass die Attacke der russischen Truppen am 16. Februar um drei Uhr beginnen werde. Wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, behauptete, könnte die „Invasion“ „zwischen Mitte Januar und Mitte Februar“ beginnen.
Daraufhin schlug der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow, den Ukrainern zum Scherz vor, den „Wecker zu stellen”, um den Überfall nicht zu „verschlafen”.
Der Westen beschuldigt Russland, die Situation um die Ukraine zur Eskalation zu bringen. Der Kreml und das russische Außenministerium bestreiten die Anschuldigungen und betonen, dass Russland an dem innerukrainischen Konflikt nicht beteiligt sei und gegen die diesbezüglichen Vereinbarungen nicht verstoße – im Gegensatz zu Kiew, das sich weigere, die Minsker Abkommen einzuhalten.
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