Umfrage: Frauen in Deutschland vertrauen weniger Krankenhäusern als Männer

© AP Photo / Martin BaumannKrankenhaus in Bratislava, Slowakei
Krankenhaus in Bratislava, Slowakei - SNA, 1920, 17.02.2022
Eine repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung „PWC“ hat ergeben, dass Frauen in Deutschland gegenüber Krankenhäusern weniger Vertrauen haben als Männer. Die Skepsis gegenüber der deutschen Gesundheitsversorgung wächst.
Die Unternehmensberatung führte im Dezember eine jährliche repräsentative Umfrage, „Healthcare Barometer“, unter 1000 Personen zu den Themen Gesundheit und Corona-Pandemie durch. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete von den Umfrageergebnissen.

Lediglich 57 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie mit der Krankenhausversorgung zufrieden seien. „Frauen fühlen sich offenkundig gesundheitlich benachteiligt – ein Ergebnis, das uns alarmieren sollte“, so eine Vertreterin der Unternehmensberatung.

Frauen seien in Sachen Gesundheit sachkundiger als Männer, da sie sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen würden. Dies spiele eine große Rolle für die Skepsis vieler Frauen gegenüber Gesundheitseinrichtungen.
Eine Krankenschwester bereitet eine Impfung mit dem Impfstoff gegen die Coronavirus-Krankheit (COVID-19) von Pfizer-BioNTech im Impfzentrum im Humboldt-Forum in Berlin vor, Deutschland, am 19. Januar 2022. - SNA, 1920, 05.02.2022
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Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung

59 Prozent seien sich sicher, dass Deutschland im weltweiten Durchschnitt in der Gesundheitsversorgung mit an der Spitze liege. 57 Prozent der befragten Frauen und 62 Prozent der Männer stimmten der Aussage zu. Im Vorjahr hatten 72 Prozent zugestimmt, vor Beginn der Pandemie 52 Prozent.

43 Prozent der befragten Personen gaben an, mit Ärzten zufrieden zu sein. Allerdings sei die Unzufriedenheit mit der Arbeit von Ärzten vor Beginn der Corona-Pandemie noch deutlich größer gewesen. Über ein Drittel der Umfrageteilnehmer kritisierten, dass Ärzte sich zu wenig Zeit für Patienten nehmen würden. Ein knappes Fünftel fühlt sich vom medizinischen Personal nicht ernst genommen.

Bereits mehrfach warnten Experten vor einer Überbelastung der Gesundheitsversorgung durch die Corona-Pandemie. So berichtete beispielsweise das Robert-Koch-Instituts (RKI) Anfang Februar von einem voraussichtlichen Höhepunkt der Omikron-Welle Mitte Februar und von einem Anstieg der Corona-Patienten in Krankenhäusern.
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