Berlin soll „keine faulen Kompromisse“ an Russland machen – Ukrainischer Botschafter

CC BY 2.0 / Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen / Wikimedia CommonsDer ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk
Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk - SNA, 1920, 17.02.2022
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnyk, hat die Ampel-Regierung aufgefordert, keine Zugeständnisse an Russland im Ukraine-Konflikt zu machen. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) unter Berufung auf die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag.
Melnyk zufolge darf die Bundesregierung keine Zugeständnisse an Moskau machen. Damit erhofft sich der Diplomat, einerseits eine freie Bündniswahl zu bekräftigen und gleichzeitig die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine nicht „bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag“ zu verschieben. Es gehe ja heute nicht nur vorrangig darum, einen neuen russischen Krieg mitten in Europa abzuwenden.
„Und da hoffen die Ukrainer, dass keine faulen Kompromisse über unsere Köpfe hinweg und auch auf die Kosten unserer Zukunft abgeschlossen werden“, wird Melnyk zitiert.
Die Ukraine rechne zudem damit, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in den kommenden Wochen einen Gipfel im Normandie-Format auf höchster Ebene in Berlin einberufe, um „eine brandgefährliche Sprachlosigkeit und Funkstille zwischen Präsident Selenskyj und Präsident Putin“ zu überwinden.
Das Gebäude des Außenministeriums Russlands am Smolenskaja-Platz in Moskau - SNA, 1920, 17.02.2022
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Am Dienstag war der Bundeskanzler Olaf Scholz zu einem Antrittsbesuch in Moskau eingetroffen. Dabei bekräftigte Scholz die Bereitschaft Deutschlands zu einer friedlichen Lösung der Spannungen mit Russland. Er betonte zugleich, dass sich die Frage eines möglichen Beitritts der Ukraine in seiner Amtszeit nicht stellen werde.
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