Winterspiele: Walijewa darf bei Podestplatz am Schaulaufen teilnehmen

© SNA / Alexander Vilf / Zur BilddatenbankDie russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa - SNA, 1920, 16.02.2022
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa wird laut der Internationalen Eislaufunion (ISU) an dem Schaulaufen bei den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen, wenn sie im Damen-Einzel unter die ersten drei Plätze kommt.
Wie der ISU-Pressedienst gegenüber russischen Medien erklärte, werden die Eiskunstläuferinnen, die unter die besten Drei im Wettbewerb kommen, in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Olympischen Spiele in Peking zur Teilnahme am Schaulaufen eingeladen.
Dieses findet unter Beteiligung der Gewinner und Preisträger am letzten Tag der Olympischen Spiele – an diesem Sonntag – statt.
Am Vortag hat die russische Sportlerin dem Druck wegen des Dopingverdachts standgehalten und das beste Kurzprogramm gezeigt. Demnach hat sie 82,16 Punkte erhalten und sich somit an die Spitze gesetzt.
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa - SNA, 1920, 15.02.2022
Russische Eiskunstläuferin Walijewa führt nach Olympia-Kurzprogramm

Dopingskandal rund um Walijewa

Die 15-jährige Russin Kamila Walijewa ist die erste Eiskunstläuferin in der Geschichte, die bei den Olympischen Spielen einen Vierfachsprung ausgeführt hat. Ihr triumphaler Auftritt wurde jedoch von einem plötzlichen Bericht der Welt-Antidoping-Agentur (Wada) über eine Dopingprobe überschattet, die sie Ende Dezember gemacht hatte und die angeblich positiv ausgefallen war.
Das Russische Olympische Komitee (ROC) hält das Vorgehen allerdings für nicht rechtens. Der Dopingtest von Walijewa gelte nicht für den Zeitraum der Winterspiele. Außerdem seien weitere Dopingproben von ihr im Januar und in Peking negativ ausgefallen. Die Eiskunstläuferin selbst hat bei der Anhörung in dem Doping-Skandal erklärt, das verbotene Herzmittel Trimetazidin habe in ihren Körper zusammen mit einem Medikament ihres Opas gelangen können.
Am Montag hatte der Internationale Sportgerichtshof Cas die Einsprüche des Internationalen Olympischen Komitees (OIC), der Internationalen Eisläuferunion (ISU) und der Wada gegen die Aufhebung einer vorläufigen Sperre der 15-Jährigen abgelehnt. Sollte die Gold-Favoritin sich jedoch unter den besten Drei im Damen-Einzel platzieren, werde es weder eine Blumenzeremonie direkt nach dem Wettkampf noch eine Medaillenzeremonie geben, teilte das IOC mit.
Für Walijewa ist das die erste Saison im Eiskunstlauf der Erwachsenen und sie hat bisher noch keinen einzigen Wettbewerb verloren.
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