USA wollen mit antirussischer Politik von eigenen Problemen ablenken – Russlands Sicherheitsrat

© AP Photo / Alexander ZemlianichenkoUS-Flagge auf dem Auto des US-Botschafters in Russland John Sullivan neben dem Haupteingang des russischen Außenministeriums
US-Flagge auf dem Auto des US-Botschafters in Russland John Sullivan neben dem Haupteingang des russischen Außenministeriums - SNA, 1920, 16.02.2022
Eines der Ziele des antirussischen US-Vorgehens besteht laut dem stellvertretenden Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Mikhail Popow, darin, die Aufmerksamkeit von Washingtons eigenen Problemen, einschließlich der abnehmenden Dominanz in der Welt, abzulenken.
Popow zufolge wird im Rahmen des hybriden Kriegskonzeptes eine „sorgfältig geplante komplexe vielschichtige Informationsoperation“ gegen Russland durchgeführt.
„Allgemein hat man den Eindruck, dass eines der Ziele dieser US-Operation darin besteht, die Aufmerksamkeit von den eigenen Problemen – von denen es viele gibt, sowie von der Umsetzung von Plänen Washingtons zur Wiederbelebung der rapid schwindenden Dominanz in der Welt abzulenken“, sagte Popoe in einem Interview mit der Zeitung „Rossijskaja Gazeta“.
Worum es sich genau handele, werde sich unter anderem bei dem bevorstehenden Nato-Gipfel zeigen, der für Ende Juni 2022 in Madrid geplant sei.
„Es wird erwartet, dass ein neues strategisches Konzept für den Block verabschiedet wird, das die veränderten Sicherheitsbedingungen widerspiegelt. Und in welche Richtung die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten diese Sicherheitsbedingungen ändern, sehen wir schon“, sagte Popow.
Außerdem merkte der Politiker an, dass europäische Staaten aus dem Kreis der Nato-Verbündeten der USA die Verantwortung für die sehr wahrscheinlichen Provokationen Kiews gegen die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk tragen.
„Unter dem Vorwand einer angeblichen russischen Bedrohung zwangen die Amerikaner ihre Nato-Verbündeten, sich zu vereinen, und haben gefordert, dass sie die Verlegung von Waffen und Munition in die Ukraine erheblich erhöhten. Damit werden die europäischen Länder für die sehr wahrscheinlichen Provokationen gegen Donezk und Lugansk seitens Kiews, einschließlich des Einsatzes aller Arten von nationalistischen Formationen und Söldnern, verantwortlich gemacht “, erklärte Popow.
Washington hat ihm zufolge auch gefordert, dass seine Verbündeten dringend aus den Vereinigten Staaten verlegte Truppen auf ihren Territorien stationieren und einem zusätzlichen Einsatz von amerikanischen Streitkräften in der Zukunft zustimmten.
Präsident Wladimir Putin bei einem Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz am 15. Februar - SNA, 1920, 15.02.2022
Ein Hinauszögern der Sicherheitsfragen wird es mit Russland nicht geben – Putin
„Das heißt, den schüchternen Versuchen einer Reihe westeuropäischer Länder Unabhängigkeit zu demonstrieren, steht die Bereitschaft der USA gegenüber, die Kontrolle auf dem europäischen Kontinent durch ihre erweiterte Militärpräsenz zu verstärken“, fügte er hinzu.

Ukraine-Situation

Am Dienstag hat der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mitgeteilt, dass Russland seine Streitkräfte nach der großangelegten Übung im Rahmen des Unionsstaates mit Belarus im Süden und Westen des Landes zum Teil abziehe.
Das Großmanöver ist in die Zeit zunehmender Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine-Krise gefallen. Westliche Staaten werfen Russland vor, Streitkräfte an der ukrainischen Grenze zusammengezogen zu haben und eine Invasion in das Land zu planen.
Moskau dementiert das und fordert seinerseits von den USA und der Nato umfassende Sicherheitsgarantien. Russland verlangt unter anderem ein Ende der Nato-Osterweiterung und einen Verzicht auf eine mögliche Aufnahme der Ukraine in das westliche Militärbündnis.
Der russische Außenminister, Sergej Lawrow, hat in Bezug auf den Truppenabzug erklärt, Russland führe Militärübungen „auf seinem eigenen Territorium“ und „seinen eigenen Plänen“ entsprechend durch und dies habe nichts mit der „Hysterie“ und den „paranoiden Szenarien“ des Westens in Bezug auf einen angeblichen Einmarsch in die Ukraine zu tun.
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