„Bündnisentschlossenheit 2022“: Russische Su-35 üben die erzwungende Landung von „Eindringlingen“

CC BY-SA 2.0 / Dmitry Terekhov / Wikimedia CommonsSuchoi Su-35 (Archivbild)
Suchoi Su-35 (Archivbild) - SNA, 1920, 16.02.2022
Die russische Luftwaffe hat bei der Großübung „Bündnisentschlossenheit 2022“ gemeinsam mit den belarussischen Luftstreitkräften das Abfangen fremder Flugzeuge trainiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau simulierte eine belarussische Su-30 das gegnerische Flugzeug, eine russische Su-35 fing den simulierten Gegner ab.
Die Übungseinheit habe im Luftraum unweit der südwestlichen Grenze von Belarus stattgefunden, teilte das russische Verteidigungsministerium am heutigen Mittwoch mit. Kampfjets Su-35 des russischen Militärbezirks Ost, gestartet auf einem Flugplatz in der belarussischen Region Brest, hätten das Abfangen eines Flugzeugs trainiert, das in der Übung in den Luftraum des verbündeten Staates – Belarus – eingedrungen sei.
Eine belarussische Su-30SM habe den Eindringling simuliert. Eine russische Su-35 sei alarmiert worden, habe sich dem Ziel zwecks Sichtidentifizierung genähert und per Funk eine Aufforderung zur Landung abgegeben. Da eine Reaktion darauf ausgeblieben sei, habe die Su-35 eine Reihe von Manövern durchgeführt, um das Weiterfliegen des Zielobjekts zu erschweren. Anschließend habe der Pilot der Su-35 seine Bereitschaft zum Einsatz der Bordwaffen deutlich gemacht.
„Letztendlich landete der ‚Eindringling‘ auf dem Flugplatz Baranowitschi (circa 150 Kilometer südwestlich von Minsk). Dort wurde das Flugzeug blockiert, die Besatzung wurde von der Militärpolizei festgesetzt“, heißt es in der Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums.
Seit 10. Februar halten Russland und Belarus das Militärmanöver „Bündnisentschlossenheit 2022“ ab. Trainiert wird nach offiziellen Angaben die Bekämpfung einer äußeren Aggression sowie die Abwehr eines terroristischen Angriffs. Geübt wird auf belarussischen Truppenübungsplätzen und im Luftraum über Belarus.
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Gleiche Übungslage an anderem Ort

Circa 800 Kilometer nordöstlich des belarussischen Übungsgebiets hat die russische Luftwaffe eine von „Bündnisentschlossenheit 2022“ unabhängige Übung abgehalten. Angaben des Verteidigungsministeriums zufolge haben Abfangjäger MiG-31 im Gebiet Leningrad ebenfalls einen simulierten Eindringling zur Landung gezwungen.
„Flugzeugbesatzungen eines Jagdgeschwaders des Militärbezirks West haben Verfahren zum Herbeiführen der Landung eines simulierten Eindringlings im Luftraum über dem Gebiet Leningrad trainiert“, heißt es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums vom heutigen Mittwoch.
Die Kampfjetpiloten hätten unmittelbar nach dem Start unter erschwerten Wetterbedingungen und schlechten Sichtverhältnissen operiert. Nach Erreichen der Einsatzhöhe von 14 Kilometern hätten sie mit den Bordradars ihrer MiG-31 den Luftraum sondiert. „Im Zuge der Überwachung wurde ein rund 2000 Stundenkilometer schnelles Ziel geortet, das von einer weiteren MiG-31 dargestellt wurde. Die Besatzungen näherten sich dem Objekt und führten durch eine Reihe von Maßnahmen die Landung des simulierten Eindringlings herbei.“
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Nach Angaben des Ministeriums waren an dieser Übungseinheit insgesamt vier Kampfjets MiG-31 sowie circa 50 Militärangehörige des Militärbezirks West, einschließlich des Bodenpersonals, beteiligt. Die Übung fand zu später Nachtzeit statt, sodass die Piloten die Gelegenheit erhielten, das Landen nach Instrumenten zu trainieren.
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