Mindestens 23 Tote durch Regen und Erdrutsche bei Rio de Janeiro

© REUTERS / @MONIQUEDALCERORegen und Erdrutsche bei Rio de Janeiro am 15. Februar 2022
Regen und Erdrutsche bei Rio de Janeiro am 15. Februar 2022 - SNA, 1920, 16.02.2022
Starker Regen im von deutschen Einwanderern geprägten Petrópolis in den Bergen hinter Rio de Janeiro führt zu Erdrutschen und Überschwemmungen, über 20 Menschen sterben. 2011 waren bei einer Unwetterkatastrophe in der Region in Brasilien mehr als 900 Menschen ums Leben gekommen.
Nach heftigem Regen und Erdrutschen in Brasilien ist die Zahl der Toten in der Bergregion von Rio de Janeiro auf mindestens 23 gestiegen. Dies berichtete das brasilianische Fernsehen am Dienstagabend (Ortszeit). Demnach wurden die Leichen gefunden, nachdem der Pegel im überschwemmten Stadtzentrum von Petrópolis gesunken war.

Petrópolis ist von deutschen Einwanderern geprägt

„In Moskau habe ich von der Tragödie erfahren, die sich in Petrópolis ereignet hat“, schrieb der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro auf Twitter, der am Dienstag zu seinem Besuch in Russland angekommen war und am Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen soll.
Das Nachrichtenportal „G1“ hatte zuvor unter Berufung auf die Feuerwehr von mindestens fünf Toten und mindestens drei Verschütteten berichtet. An mehreren Stellen sei die Stadt überschwemmt und Autos seien mitgerissen worden.
Der Main ist durch Regen und Schneeschmelze in Frankfurt teilweise über die Ufer getreten (Archivbild) - SNA, 1920, 12.01.2022
Klimawandel: Mehr Regen schadet Wirtschaft – Studie
Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Claudio Castro, war zu einer Sitzung im von deutschen Einwanderern geprägten Petrópolis erschienen, um die Maßnahmen der Landesregierung festzulegen, hieß es in einer Mitteilung. Petrópolis ist aufgrund seiner Lage und des kühlen Klimas in den heißen Sommermonaten auf der Südhalbkugel auch bei den Einwohnern Rios als Urlaubsort beliebt.

Zehn Tote durch Erdrutsche und Überschwemmungen in benachbartem Bundesstaat

In den vergangenen Wochen hatte es erst im benachbarten Bundesstaat Minas Gerais mindestens zehn Tote durch Erdrutsche und Überschwemmungen gegeben. Dort kam es zudem zu einer Tragödie, als eine Felswand auf ein Touristenboot auf dem Furnas-Stausee stürzte, zehn Menschen kamen ums Leben. Unklar war, ob auch der heftige Regen dazu beigetragen hatte, dass sich ein großer Teil des Felsen löste.
Vulkan (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.10.2021
Neun Naturphänomene, die der Menschheit drohen
Zuvor hatte der nordöstlich an Minas Gerais angrenzende Bundesstaat Bahia die schwersten Überschwemmungen seit mehr als 30 Jahren erlebt. Bei einer Unwetterkatastrophe im Bergland von Rio de Janeiro im Jahr 2011 waren mehr als 900 Menschen ums Leben gekommen. Sie galt als die schlimmste Unwetterkatastrophe in der Geschichte des Landes, davon war unter anderem auch Petrópolis besonders betroffen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала