Nach Tod von LKW-Fahrer und anschließenden Protesten: Chile ruft Ausnahmezustand aus

© AFP 2022 / IGNACIO MUNOZTrucker blockieren eine Straße, landesweite Proteste nach dem Mord an einem LKW-Fahrer, vermutlich durch einen venezolanischen Migranten.
Trucker blockieren eine  Straße, landesweite Proteste nach dem Mord an einem LKW-Fahrer, vermutlich durch einen venezolanischen Migranten.  - SNA, 1920, 16.02.2022
Chile hat nach dem gewaltsamen Tod eines Lkw-Fahrers und den anschließenden Protesten seiner Kollegen den Ausnahmezustand über mehrere Provinzen im Norden des südamerikanischen Landes verhängt. Dies ging aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung am Dienstag (Ortszeit) hervor.
Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um Straßen besser zu schützen - eine der Forderungen von Lastwagenfahrern, die nach dem Tod des Truckers mehrere Routen blockiert hatten. Der Ausnahmezustand erlaube vor allem in den Grenzregionen, dass die Streitkräfte mit der Polizei in Sicherheitsfragen besser zusammenarbeiten, zitiert die DPA den Innenminister Rodrigo Delgado.
Zudem sollten weitere Kontrollmaßnahmen ergriffen werden - besonders auf der Strecke zwischen den Städten Iquique und Antofagasta, wo der Fahrer „leider gestorben ist, wo er ermordet wurde“, wie Delgado sagte.
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Der Trucker kam Medienberichten zufolge in der Stadt Mejillones, etwa 1400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, ums Leben, nachdem drei venezolanische Migranten Steine gegen sein Fahrzeug geworfen hatten – vermutlich, weil der Fahrer sie nicht mitfahren lassen wollte. Sie wurden inzwischen festgenommen. Der Vorfall löste in Chile heftige Debatte über Migration aus.
Die Zahl der Einwanderer nach Chile vor allem aus dem Krisenstaat Venezuela stieg zuletzt an. Vor allem im Norden des Landes gibt es Demonstrationen gegen illegale Einwanderung, zum Teil verbunden mit rassistischen Angriffen auf Migranten.
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