Moskau: Außenministerin Truss sollte sich für ihre absurden Worte entschuldigen

© SNA / Sergej Sawostjanow / Pool / Zur BilddatenbankDie britische Außenministerin Liz Truss nach der Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer. Moskau, 10. Februar 2022
Die britische Außenministerin Liz Truss nach der Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer. Moskau, 10. Februar 2022 - SNA, 1920, 16.02.2022
Die britische Außenministerin Liz Truss sollte sich laut dem russischen Außenamt bei den Völkern Russlands, der Ukraine und Großbritanniens für ihre absurden Äußerungen entschuldigen.
„Sie sollte sich auch bei den Massenmedien entschuldigen, die ihre Erklärungen als wahr abgedruckt hatten“, sagte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch in Moskau.
Zuvor hatte Truss eine Invasion der russischen Truppen in die Ukraine als „sehr wahrscheinlich“ (highly likely) bezeichnet, obwohl die russischen Truppen nach ihrem abgeschlossenen Manöver in ihre Stationierungsorte zurückkehren.

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„Die vergangene Nacht hat deutlich vor Augen geführt, dass ‚The Sun‘, ‚Mirror‘, Fox News und ähnliche Medien ihre Leser und Zuschauer schlicht betrogen hatten“, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des russischen Außenministeriums.
„Diesen Medien lagen keine Invasionspläne der russischen Streitkräfte vor und konnten auch nicht vorliegen, denn solche Pläne gibt es nicht. Diese Medien haben auch keine glaubwürdigen Quellen in der US-Aufklärung. Diese Medien haben einen angelsächsischen Auftrag erfüllt, indem sie einen erfundenen, durch nichts belegten ‚Fakt‘ präsentierten, ohne sich darum zu kümmern, dass er durch die Realität bald widerlegt würde. So ruiniert man das eigene Ansehen“, hieß es aus Moskau.
Zuvor hatten „The Sun“ und „Mirror“ berichtet, dass Russland in der Nacht zum Mittwoch, 01.00 Uhr Londoner Zeit, in die Ukraine einmarschieren werde. Fox News zufolge würde Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew binnen 36 Stunden einnehmen, die Infrastruktur des Landes zerbomben und funkelektronische Kampfmittel einsetzen.
Gebäude des Außenministeriums der Ukraine (Archivbild) - SNA, 1920, 16.02.2022
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Nachdem es keine Invasion gab, ersetzte „The Sun“ die Uhrzeit durch „jederzeit“, während „Mirror“ das nicht einmal korrigierte.
Alles, was diese „Medien“ schreiben und berichten, sollte jetzt nicht nur angezweifelt, sondern auch gründlich überprüft werden, betonte das russische Außenamt.
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