Vor Gesprächen mit Scholz: Putin bezeichnet Deutschland als „vorrangigen Partner“

© SNA / Mikhail Klementyev / Zur BilddatenbankDer russische Präsident Wladimir Putin trifft den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz im Kreml, 15. Februar 2022
Der russische Präsident Wladimir Putin trifft den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz im Kreml, 15. Februar 2022 - SNA, 1920, 15.02.2022
Im Ringen um eine Lösung des Ukraine-Konflikts ist Bundeskanzler Olaf Scholz nach Moskau gereist und hat am Dienstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen.
Das ist der erste persönliche Treffen der beiden Politiker. Vor Beginn der Gespräche hat Putin Deutschland einen der vorrangigen Partner Russlands genannt.
„Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Sie in Moskau zu empfangen. Ich werde sofort darauf hinweisen, dass die Bundesrepublik unser vorrangiger Partner im Allgemeinen und insbesondere in Europa ist“, sagte Putin.
Laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow werden die Gespräche zwischen Putin und Scholz lange dauern, die Politiker würden vor allem Sicherheitsgarantien und beispiellose Spannungen in Europa erörtern.
„Es ist durchaus absehbar, dass die Verhandlungen langwierig werden. Es gibt viele Themen zu besprechen: beispiellose Spannungen in Europa, das Thema Sicherheitsgarantien“, sagte Peskow.
Scholz hat seinerseits zu Beginn seines ersten ausführlichen Gesprächs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau auf die „schwierige Situation: für Frieden und Sicherheit in Europa hingewiesen. Er sei vor diesem Hintergrund froh, dass er sich mit Putin austauschen könne, sagte der SPD-Politiker.
„Das Wichtigste ist ja, dass wir die Beziehungen zwischen den Staaten durch gute Gespräche miteinander lösen.“
Scholz wies auch auf die Bedeutung guter Wirtschaftsbeziehungen zu Russland hin. Vor dem Hintergrund der deutsch-russischen Geschichte sei es „gut, dass wir sehr ordentliche wirtschaftliche Beziehungen haben“, betonte er.
Westliche Staaten werfen Russland vor, Streitkräfte an der ukrainischen Grenze zusammengezogen zu haben und einen Angriff zu planen. Russland weist dies als „Panikmache“ zurück und fordert seinerseits von den USA und Nato verbindliche Sicherheitsgarantien.
So sollte das Militärbündnis etwa auf eine Aufnahme der Ukraine verzichten und sich auf seine Positionen von 1997 zurückziehen. Die Nato beruft sich hingegen darauf, dass jedes Land das Recht auf eine freie Bündniswahl habe. Die Antworten der Nato und der USA auf die russischen Forderungen stießen wiederum in Moskau auf Enttäuschung. Russland sieht die Nato als Gefahr für seine Sicherheit.
Olaf Scholz (Archiv) - SNA, 1920, 15.02.2022
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