Strack-Zimmermann nennt Voraussetzungen für Mali-Einsatz

CC BY 2.0 / FDP-Ratsfraktion Düsseldorf / Wikimedia CommonsMarie-Agnes Strack-Zimmermann spricht auf einer Veranstaltung in Düsseldorf (Archivbild)
Marie-Agnes Strack-Zimmermann spricht auf einer Veranstaltung in Düsseldorf (Archivbild) - SNA, 1920, 15.02.2022
Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat die Voraussetzungen für eine Fortführung der Bundeswehreinsätze in Mali genannt. Ihr Stellvertreter im Verteidigungsausschuss des Bundestages, Henning Otte, hatte sich zuvor gegen einen Rückzug aus dem westafrikanischen Krisenstaat ausgesprochen.
Es müsse unmissverständlich klar sein, dass ein deutsches Engagement dort erwünscht sei, sagte Strack-Zimmermann, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestages ist, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
„Das muss die malische Regierung genauso garantieren wie das Durchführen korrekter Wahlen.“ Es gehe darum, zu verhindern, dass Instabilität herrsche oder Terror um sich greife, der auch Europas Sicherheit betreffen werde. Es drohten millionenfache Flucht und Vertreibung.
Im UN-Einsatz Minusma sei Deutschland ein wichtiger Partner mit viel Expertise in der elektronischen Aufklärung für alle beteiligten Nationen, betonte die FDP-Verteidigungspolitikerin. Der Blick richte sich momentan aber auf Frankreich. Es müsse garantiert sein, dass die Franzosen auch in Zukunft die Arbeit der UN unterstützten und die beteiligten Soldaten schützten.
Ein malischer Soldat mit Holzgewehren bei einem Training (Archivfoto) - SNA, 1920, 13.02.2022
CDU-Politiker: Schutz in Mali auch mit Kampfhubschraubern sichern
Der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Henning Otte (CDU), hatte die Bundesregierung vor kurzem vor den Folgen eines Rückzugs der Bundeswehr aus Mali gewarnt. Die Lage in dem westafrikanischen Land sei nach Militärputschen zwar schwierig, sagte er der dpa. Aber es widerspreche den deutschen Sicherheitsinteressen, wenn Westafrika weiter in den Machtbereich offizieller und inoffizieller Truppen Russlands und vor allem islamistischer Terroristen falle.
„Die Sicherheit Deutschlands endet eben nicht am Mittelmeer. Ein Fall des Staates Malis würde verheerende Auswirkungen auf die gesamte Sahelzone haben und den Weg für einen Terrorgürtel im Sahel öffnen, der Afrika und Europa bedrohen würde“, warnte Otte.
Die Bundeswehr ist in Mali mit mehr als 1300 Männern und Frauen an der EU-Ausbildungsmission EUTM sowie der UN-Mission Minusma beteiligt. Das aktuelle Mandat gilt noch bis zum 31. Mai 2022. Zuletzt hatten Spannungen vor allem zwischen der mit einem Putsch an die Macht gekommenen Regierung und der einstigen Kolonialmacht Frankreich zugenommen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала