Russland wird nicht in die Ukraine einmarschieren, falls es nicht provoziert wird – Botschafter

© AP Photo / Pavlo PalamarchukUkrainische Soldaten in Tarnuniform. Übungsgelände Jaworowo bei Lwow, 28. Januar 2022
Ukrainische Soldaten in Tarnuniform. Übungsgelände Jaworowo bei Lwow, 28. Januar 2022 - SNA, 1920, 15.02.2022
Russlands Ständiger Vertreter bei der EU, Wladimir Tschischow, hat in einem Interview mit der Zeitung „The Guardian“ vor Provokationen seitens der Ukraine gewarnt, die das Leben russischer Bürger gefährden könnten.
„Wir werden nicht in die Ukraine einmarschieren, falls wir nicht dazu provoziert werden“, sagte er.
„Wenn die Ukrainer einen Angriff gegen Russland starten, sollten Sie sich nicht wundern, wenn wir einen Gegenangriff unternehmen. Oder wenn sie anfangen, unverhohlen russische Bürger zu töten, egal wo – im Donbass oder wo auch immer“, fügte er hinzu.
„Ich meine unter ‚Provokation‘, dass sie einen Zwischenfall gegen die selbsterklärten Donbass-Republiken inszenieren könnten, um sie zu provozieren und sie dann mit aller Macht zu treffen, was Russland zu einer Reaktion veranlassen würde, mit dem Ziel, eine humanitäre Katastrophe an seinen Grenzen zu vermeiden“, so Tschischow weiter.
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Zudem wies Tschischow die Befürchtungen des Westens über einen angeblich drohenden Konflikt zurück. Die Stärke der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze entspreche lediglich der Zahl der Soldaten, die bei der groß angelegten Militärübung „Zapad 2021“ im vergangenen September eingesetzt worden seien, betonte er. „Und niemand hat [damals] ein Wort gesagt“.
Tankkolonne - SNA, 1920, 15.02.2022
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Die westlichen Länder haben Russland in letzter Zeit wiederholt vorgeworfen, angeblich „aggressive Handlungen“ an der Grenze zur Ukraine zu unternehmen und eine Invasion in das Nachbarland vorzubereiten. Russland weist diese Vorwürfe zurück und betont, dass es seine Truppen auf eigenem Territorium nach Belieben verlegen dürfe. Moskau verwies wiederholt darauf, dass die Vorwürfe der angeblichen „russischen Aggression“ dazu benutzt würden, Nato-Truppen und -Ausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen auszubauen. Die Eskalation in der Ukraine sei vor allem auf das Vorgehen der USA und der Nato zurückzuführen, die ihre Militärausbilder, Waffen und Ausrüstung in das osteuropäische Land schickten, die Zahl der Militärübungen erhöhten und Kiew somit zu militärischen Abenteuern veranlassen würden, hieß es.
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