Russische Eiskunstläuferin Walijewa führt nach Olympia-Kurzprogramm

© SNA / Alexander Vilf / Zur BilddatenbankDie russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa - SNA, 1920, 15.02.2022
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat zum Auftakt des olympischen Damen-Wettbewerbs ihre Chancen auf Gold gewahrt und führt nach dem Kurzprogramm. Nach dem Wirbel um eine positive Dopingprobe unterlief der 15 Jahre alten Team-Olympiassiegerin am Dienstag in Peking nur beim Dreifach-Axel ein Wackler.
Die Favoritin erhielt 82,16 Punkte und setzte sich an die Spitze.
Das Kür-Finale findet an diesem Donnerstag statt. Der Druck der vergangenen Tage war Walijewa indes anzumerken, nach ihrem Auftritt konnte sie nur mit Mühe die Tränen zurückhalten. Zweite ist die russische Weltmeisterin Anna Schtscherbakowa mit 80,20 Punkten vor der Japanerin Kaori Sakamoto mit 79,84 Punkten.
Der Auftritt der Europameisterin und Juniorweltmeisterin Walijewa im Capital Indoor Stadium war mit Spannung erwartet worden und wurde von einem riesigen Medieninteresse begleitet. Die Russin gewann bereits Olympisches Gold im Teamwettbewerb. Kurz danach wurde eine positive Dopingprobe von den russischen Meisterschaften am 25. Dezember bekannt. Ein Stockholmer Labor wies im Blut der jungen Athletin das Herzmedikament Trimetazidin nach. Seitdem steht die Eiskunstläuferin im Fokus, da der Internationale Sportgerichtshof (CAS) Walijewa in einem Eilverfahren die Starterlaubnis für das Einzel doch erteilte.
Als einen der Gründe für die Entscheidung nannte CAS das Alter der 15-Jährigen, die als Minderjährige eine „geschützte Person“ unter dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) sei. Zudem wäre es angesichts der unklaren Beweislage und der Verzögerungen bei der Auswertung des Dopingtests unfair, der Russin eine Teilnahme am Frauen-Einzel zu verwehren.
Das Feld des Kür-Finales war für den Fall von Walijewas Weiterkommen von 24 auf 25 Läuferinnen vergrößert worden, damit ungeachtet der weiteren sportrechtlichen Entwicklung ihres Falls keine Läuferin benachteiligt wird.
Die deutsche Meisterin Nicole Schott qualifizierte sich nach einer guten Leistung sicher. Die 25-Jährige aus Essen erhielt für ihr Kurzprogramm 63,13 Punkte und landete auf Platz 14.
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