Nach Militärübung: Russland zieht zum Teil Truppen der Wehrbezirke Süd und West ab

Nach einer großangelegten Übung im Rahmen des Unionsstaates mit Belarus kehren russische Streitkräfte im Süden und Westen des Landes in die Kasernen zurück. Das teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow am Dienstag vor Journalisten mit.
„Die Truppen der Militärbezirke Süd und West, die ihre Aufgaben bereits erfüllt haben, besteigen jetzt Züge und Lkw, um sich noch heute auf den Weg zu ihren ständigen Stationierungsorten zu machen“, sagte der Sprecher.
An den aktuellen Militärübungen, die inzwischen weiterlaufen, sind laut Konaschenkow die Truppen in fast allen russischen Militärbezirken sowie die Marine und die Luftlandetruppen beteiligt.

„Die Streitkräfte der Russischen Föderation setzen einen Komplex von massiven Maßnahmen zur operativen Ausbildung von Truppen fort. Daran sind praktisch alle Militärbezirke, Flotten und Luftstreitkräfte beteiligt“, sagte Konaschenkow wortwörtlich.

Das Verteidigungsministerium hat dazu Videoaufnahmen veröffentlicht.
Das Großmanöver fällt in die Zeit zunehmender Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine-Krise. Westliche Staaten werfen Russland vor, Streitkräfte an der ukrainischen Grenze zusammengezogen zu haben und eine Invasion zu planen. Moskau dementiert das und fordert seinerseits von den USA und der Nato umfassende Sicherheitsgarantien.
Russland verlangt unter anderem ein Ende der Nato-Osterweiterung und einen Verzicht auf eine mögliche Aufnahme der Ukraine in das westliche Militärbündnis. Diplomatische Gespräche auf höchster Ebene haben zuletzt keinen Durchbruch gebracht. Am heutigen Dienstag ist der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz in Moskau eingetroffen, um vor allem über die Ukraine-Krise zu sprechen. Am Montag hatte Scholz Kiew besucht und sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski getroffen.
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