Kanada legt bei Waffenhilfe für Kiew mehrere Millionen drauf

CC BY 2.0 / KMR Photography / FlickrKanadischer Dollar (Symbolbild)
Kanadischer Dollar (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.02.2022
Die kanadische Regierung will laut Premierminister Justin Trudeau die Ukraine mit weiteren Waffenlieferungen unterstützen. So sollen Waffensysteme im Gesamtwert von umgerechnet 6,1 Millionen US-Dollar bereitgestellt werden, nachdem Kanada erst Anfang Februar angeblich nicht-tödliche Waffen an Kiew ausgeliefert hat.
Kanada werde Waffen in die Ukraine schicken, sagte Premierminister Trudeau am gestrigen Montag vor Journalisten, wie mehrere kanadische Zeitungen berichten: „Ich habe die Bereitstellung von Waffen im Wert von 7,8 Millionen Dollar genehmigt.“ Die Lieferung entspricht also umgerechnet 6,1 Millionen US-Dollar. Die Entscheidung erfolge als Reaktion auf eine Anfrage der Regierung in Kiew, die entschlossen sei, sich jeder weiteren „russischen Aggression“ entgegenzustellen. Bereits Anfang Februar schickte Kanada ein Transportflugzeug mit angeblich nicht-tödlichen Waffensystemen in die Ukraine.
Neben den Waffen erhalte Kiew von Ottawa auch einen Kredit in Höhe von 500 Millionen kanadischer Dollar (gut 392 Millionen US-Dollar bzw. 345 Millionen Euro). Diese Gelder seien Teil einer „kollektiven Maßnahme der G7 zur Unterstützung der wirtschaftlichen Standfestigkeit der Ukraine“. Damit stockt Kanada seine Kredite an die ukrainische Führung deutlich auf. Erst im Januar hat die kanadische Regierung ein Darlehen in Höhe von 120 Millionen kanadischer Dollar (94 Millionen US-Dollar bzw. 82 Millionen Euro) bereitgestellt.
Olaf Scholz auf einer Pressekonferenz mit Wladimir Selenski, 14. Februar 2022 - SNA, 1920, 14.02.2022
Ukraine-Krise: Scholz dankt Kiew für „zurückhaltende Reaktion“ und sagt weitere Finanzhilfen zu

Kanadische Militärberater verlassen Ukraine

Außer mit Ausrüstung unterstützt Kanada das ukrainische Militär mit einer Ausbildungsmission. Bis vor Kurzem noch waren kanadische Militärberater im Land. Ende Januar hieß es, sie würden die Ukrainer bis 2025 ausbilden. Nachdem aber das kanadische Außenministerium alle Kanadier aufgerufen hatte, die Ukraine zu verlassen, zog Kanada seine Ausbilder am vergangenen Wochenende ab und verlegte sie in benachbarte EU-Staaten. Dies sei angesichts des derzeit „schwierigen Einsatzumfeldes“ erforderlich.
Denn der Westen beschuldigt die russische Regierung, die Lage an der ukrainischen Grenze zu eskalieren. Nach Angaben des russischen Außenministeriums gehen die Spannungen in Bezug auf die Ukraine aber nicht von Russland aus. Vielmehr nutzt der Westen die angespannte Lage als Vorwand für die Verstärkung seiner Truppen an den russischen Grenzen und als Rechtfertigung dafür, dass Kiew die Minsker Vereinbarungen hintertreibt. Die westlichen Aggressionsvorwürfe und die daraus folgende Erklärung, die Ukraine militärisch aufrüsten zu wollen, seien ebenso lachhaft wie gefährlich. Aus dem Kreml verlautete, die Nato und die Vereinigten Staaten würden ihre Erklärungen zur Ukraine in Lügen und Fake News einbetten.
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