Ein Toter und 18 Verletzte bei schwerem Zugunglück nahe München

© AP Photo / Michael SohnDeutsche Bahn (Symbolbild)
Deutsche Bahn (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.02.2022
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier S-Bahnen südlich der bayerischen Landeshauptstadt München am Montag sind jüngsten Angaben zufolge ein Mensch getötet und 18 weitere teils schwer verletzt worden. Die Bahnen stießen gegen 16.35 Uhr in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn zusammen, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Die Ursache war zunächst noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen waren die Züge südlich von München in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs. In dem Bereich ist die Bahnstrecke eingleisig.
Warum beide Züge gleichzeitig auf der Strecke gefahren seien, sei Gegenstand der Ermittlungen, so der Sprecher. Nach Polizeiangaben kam ein 24 Jahre alter Fahrgast aus Afghanistan ums Leben. Fünf Menschen wurden schwer verletzt, 13 weitere hätten mittelschwere Verletzungen erlitten. Zudem mussten 25 Personen ambulant versorgt werden.
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Die Fahrgäste wurden aus den Zügen geborgen. Ein Großteil von ihnen wurde zur weiteren Betreuung ins Kloster Schäftlarn gebracht. An dem Einsatz waren etwa 680 Kräfte von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk beteiligt.
Das Portal BR24 berichtete am Dienstagmorgen, dass die beiden Lokführer unter den Schwerverletzten seien. Die Bergung der verunglückten S-Bahn-Züge habe noch nicht begonnen. Sobald Tageslicht anbricht, sollen Gutachter der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung den Unfallort untersuchen. Erst dann könne mit den Bergungs- und Aufräumarbeiten begonnen werden, teilte der Notfallmanager der Bahn dem BR mit.
Laut dem Portal war es im August in der Nähe der heutigen Unfallstelle schon einmal zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen: Zwei S-Bahnen waren etwa vier Kilometer entfernt auf der eingleisigen Strecke aufeinander zugefahren. Beide Lokführer konnten rechtzeitig bremsen, sodass die Bahnen rund 150 Meter entfernt voneinander zum Stehen kamen.
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