Olympia’22: Russische Eiskunstläuferin Walijewa spricht von „zermürbendem Doping-Skandal“

© SNA / Grigori Syssojew / Zur BilddatenbankDie 15-jährige russische Ausnahme-Eiskunstläuferin Kamila Walijewa beim Training. Peking, 14. Februar 2022
Die 15-jährige russische Ausnahme-Eiskunstläuferin Kamila Walijewa beim Training. Peking, 14. Februar 2022 - SNA, 1920, 14.02.2022
Die Situation um eine positive Doping-Probe der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa bei den Olympischen Winterspielen in Peking wirkt nach ihren Worten zermürbend. „Ich bin emotional ausgelaugt“, sagte die 15-jänrige Sportlerin am Montag dem russischen TV-Sender Erster Kanal.
Die Internationale Testing-Agentur (ITA) hatte am Freitag mitgeteilt, dass Walijewas Doping-Probe vom 25. Dezember 2021 wegen des Gehalts an dem verbotenen Herzmittel Trimetazidin positiv ausgefallen sei. Das Ergebnis wurde aber erst vorgelegt, nachdem Walijewa das russische Team in Peking zum Olympiasieg geführt hatte.

CAS lehnt Klagen der ISU und WADA ab

Der internationale Sportgerichtshof (CAS) lehnte die Einsprüche des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Internationalen Eislaufunion (ISU) und der Antidoping-Agentur WADA gegen die Aufhebung von Walijewas vorläufiger Sperre ab. Somit darf die 15-Jährige im Einzel-Wettbewerb in Peking starten. Einer Erklärung des IOC zufolge wird es aber keine Auszeichnungszeremonie geben, sollte Walijewa eine Medaille gewinnen.
„Die letzten Tage waren für mich sehr anstrengend. Natürlich freue ich mich (über die CAS-Entscheidung), aber emotional bin ich ausgelaugt“, sagte Walijewa und begann zu weinen. „Das sind Tränen des Glücks, aber auch ein bisschen des Verdrusses. In jedem Fall bin ich glücklich, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein und unser Land zu vertreten.“ Bei weiteren Wettkämpfen werde sie ihr Bestes tun, versicherte Walijewa.
Russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa - SNA, 1920, 14.02.2022
IOC: Keine Medaillenzeremonien für Walijewa in Peking
Sie habe an einer siebenstündigen CAS-Anhörung teilgenommen. Es habe nur eine 20-minütige Pause gegeben. „Ich saß da und beobachtete. Das war vielleicht eine Etappe, die ich durchmachen musste“, sagte die junge Sportlerin.
Am Dienstag steht im Eiskunstlauf beim Frauen-Einzel das Kurzprogramm an.
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