Studien bestätigen Sicherheit der Impfstoffkombination von Sputnik Light und Astrazeneca

© AFP 2022 / OLIVER BUNICEine Impfdosis von Astrazeneca (Handelsname Covishield) und eine Injektion von Sputnik V
Eine Impfdosis von Astrazeneca (Handelsname Covishield) und eine Injektion von Sputnik V  - SNA, 1920, 14.02.2022
Die Zwischenergebnisse der in Russland und Aserbaidschan durchgeführten klinischen Phase-II-Studien zur Untersuchung der kombinierten Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs und der ersten Komponente des russischen Impfstoffs Sputnik V weisen hohe Sicherheitswerte auf. Das teilte der Russische Direktinvestitionsfonds (RDIF) mit.
Die Studie, an der je 100 Freiwillige in den jeweiligen Ländern teilgenommen hätten, habe „ein optimales Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil“ der Kombination der Impfstoffe gezeigt, heißt es in der Mitteilung, die am Montag veröffentlicht wurde. Dies korreliere mit den Ergebnissen früherer klinischer Studien zur Sicherheit der Impfstoffe Sputnik V, Sputnik Light und Astrazeneca. Bei der Untersuchung seien Injektionen des Astrazeneca-Impfstoffs und der ersten Komponente des Impfstoffs Sputnik V in unterschiedlicher Reihenfolge im Abstand von 28 Tagen verabreicht worden.
Laut der Mitteilung wird der kombinierte Einsatz von Sputnik V- und Astrazeneca-Impfstoffen auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten untersucht.
Das Vakzin Sputnik Light, das unter anderem als Auffrischimpfung eingesetzt wird, stellt die erste Impfdosis von Sputnik V dar.
Die Probanden seien 57 Tage lang nach der ersten Impfung beobachtet worden, wobei „hohe Sicherheitswerte“ des kombinierten Einsatzes der Impfstoffe festgestellt worden seien. Im Zusammenhang mit der Impfung seien keine ernsthaften unerwünschten Nebenwirkungen registriert worden.
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Die Studie sei von dem Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie, dem Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), dem Pharmakonzern Astrazeneca und dem russischen Pharmaunternehmen R-Pharm durchgeführt worden, die als weltweit erste ein Programm der klinischen Forschung des kombinierten Einsatzes von Komponenten verschiedener Adenovirus-Impfstoffe zur Vorbeugung von Coronavirus-Infektionen gestartet haben.
Im Dezember 2021 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine derartige Verabreichung, die auch als heterologe Primärauffrischungsimpfung bezeichnet wird, für den Einsatz in der klinischen Praxis empfohlen. Die WHO geht davon aus, dass die Immunisierung mit unterschiedlichen Vakzinen die Wirksamkeit der Impfung erhöhen sowie die Impfprogramme flexibler und für die Bevölkerung zugänglicher machen könnte.
Die kombinierte Verwendung von unterschiedlichen Vakzinen könne angesichts des Auftauchens neuer gefährlicher Virusvarianten einen „sicheren, wirksamen und langfristigen Schutz“ bieten, betonte der RDIF-Chef Kirill Dmitrijew.
„Die Verwendung von ‚Impfstoffcocktails‘ könnte angesichts des wachsenden Bedarfs der Gesundheitssysteme an weltweiten Impfungen der Bevölkerung eine Option sein“, wird die Astrazeneca-Geschäftsführerin für Russland und Eurasien, Irina Panarina, in der Mitteilung zitiert.
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Impfstoff Sputnik Light

Sputnik Light ist die erste Komponente des weltweit ersten Corona-Impfstoffs Sputnik V, der auf der Plattform des menschlichen Adenovirus vom Typ 26 basiert.
Das Vakzin erhöht als Auffrischungsimpfung die virale Neutralisierungswirkung gegen die Omikron-Virusvariante auf beträchtliche Werte, die mit den ursprünglichen Ergebnissen vom Impfstoff Sputnik V hinsichtlich seiner Wirkung gegen die Virusvariante vergleichbar sind.
Sputnik Light ist in mehr als 30 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von über 2,5 Milliarden Menschen zugelassen. Auch als universelle Boosterimpfung ist das Medikament unter anderem in Argentinien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, San Marino und auf den Philippinen zugelassen.

Impfstoff von Astrazeneca

Der Astrazeneca-Impfstoff (auch unter dem Handelsnamen Vaxzervia bekannt) wurde von der Universität von Oxford und deren ausgegründeten Firma Vaccitech entwickelt. Er verwendet einen viralen Vektor mit Replikationsdefizit, der auf einer abgeschwächten Version eines gewöhnlichen Adenovirus basiert, das Infektionen bei Schimpansen verursacht und das genetische Material des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus enthält. Nach der Impfung wird das Oberflächen-Spike-Protein produziert, das bei der möglichen Corona-Infektion eine Immunantwort verursacht.
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