Ex zum Verfüttern? Zoo in Jekaterinburg feiert Valentinstag auf ungewöhnliche Art — Video

© AFP 2022 / Frank RumpenhorstKakerlake
Kakerlake - SNA, 1920, 14.02.2022
Während viele Paare an diesem Montag den Valentinstag auf traditionelle Art romantisch feiern, überrascht der Zoo in der russischen Stadt Jekaterinburg seine Besucher mit einer ungewöhnlichen Aktion. Am „Tag der Ex-Fresser“, wie die Feier dort benannt wurde, konnte jeder eine nach seinem oder seiner Ex genannte Kakerlake an Erdmännchen verfüttern.
Es komme oft vor, heißt es auf der Seite der Aktion, dass Beziehungen mit einer Partnerin oder einem Partner enden und „verbotene Emotionen“ wie Wut, Groll und Bedauern bleiben. „Geben Sie sich das Recht auf Emotionen. Es ist möglich!“, schreiben die Veranstalter.
„Menschen kann man nicht schlagen, aber dem/der Ex für die Erfahrung danken und ihn/sie an Tiere verfüttern kann man.”
So erhielten die Zoo-Besucher die Möglichkeit, sich für 350 Rubel (umgerechnet ca. 4 Euro) „legal“ an ihren ehemaligen Partnern zu rächen und womöglich „eine offene Gestalt zu schließen“. Ein Teil des Geldes wird den Veranstaltern zufolge für den täglichen Zoo-Betrieb benutzt werden.
Den ganzen Prozess konnte man heute live im Instagram-Profil des Zoos verfolgen. Das Video wurde mittlerweile veröffentlicht.

Auch Arbeitgeber und wissenschaftliche Betreuer auf Speiseplan

Wie die Leiterin der wissenschaftlich-pädagogischen Abteilung, Anna Postowalova, gegenüber Journalisten erklärte, feiert der Zoo zum ersten Mal den 14. Februar mit einer Veranstaltung unter dem Namen „Tag der Ex-Fresser“, die ihr zufolge eine ziemliche Resonanz in der Öffentlichkeit erhalten hat.
„Wir sind daran nur mit den besten Absichten herangegangen, in der Hoffnung, sowohl Menschen als auch Tieren zu helfen, ihre inneren Sorgen loszuwerden. Insgesamt haben wir etwa 175 Bewerbungen erhalten, die bis zur letzten Minute eingegangen sind“.
Danach seien alle Zettel ausgedruckt geworden, jede Kakerlake habe einen entsprechenden Namen erhalten und sei dann an Tiere verfüttert worden, so Postowalova.
Ihr zufolge konnte man auf einer speziellen Webseite eine Bewerbung einreichen, indem man den Namen des ehemaligen Geliebten oder der Geliebten und einen Kommentar hinterlassen hat, warum die Kakerlake nach ihm oder ihr benannt werden sollte.
Kakerlaken wurden laut der Zoo-Mitarbeiterin nicht nur nach ehemaligen Geliebten, sondern auch nach Arbeitgebern sowie wissenschaftlichen Betreuern benannt. So wurden Insekten mit menschlichen Namen an die Familie der Erdmännchen, an räuberischen Schlangenkopffische und an andere Fische verfüttert.
Die Meinungen der Nutzer fielen unterschiedlich aus. Einige fanden die Aktion „cool“, während andere darum baten, die persönliche Verantwortung nicht auf Tiere abzuwälzen.
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