Ab 20. März: Bund und Länder erwägen Drei-Stufen-Plan für Corona-Lockerungen

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Mundschutz und Handschuhe (Archiv) - SNA, 1920, 14.02.2022
Bund und Länder erwägen einen Drei-Stufen-Plan für die weitgehende Lockerung der Corona-Regeln. Laut Plan sollen bis zum 20. März die weitreichenden Einschränkungen des gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens schrittweise zurückgenommen werden. Danach sollen noch Basisschutzmaßnahmen wie das Tragen medizinischer Masken greifen.
Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen zwischen Kanzleramt, Vorsitz und Co-Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) abgestimmten Vorschlag. In einem ersten Schritt sollen demnach private Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene mit mehr Teilnehmern ermöglicht werden. Bisher gilt eine Obergrenze von zehn Personen.
Impfung (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.02.2022
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Im Einzelhandel soll die 2G-Regel fallen und der Zugang bundesweit für alle Personen ohne Kontrollen möglich sein. Allerdings soll die Maskenpflicht gelten. Weitere Erleichterungen sollen folgen. Am 20. März könnten dann alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen fallen – auch die verpflichtenden Homeoffice-Regelungen.
Bei dem Beschlussvorschlag handelt es sich nach dpa-Informationen noch nicht um den konkreten Entwurf für das Beschlusspapier der Bund-Länder-Gespräche an diesem Mittwoch, sondern nur um eine Diskussionsgrundlage. Am Montag sollten zunächst die Chefs und Chefinnen der Staatskanzleien der Länder über die Vorlage beraten.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz dringt vor allem die FDP auf schnelle Lockerungen. FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte der „Bild“, als erstes müsse man dort, wo durchgängig Maske getragen würde, die Regeln „2G-Plus“, „2G“ und „3G“ abschaffen, und zwar im Einzelhandel und in Hotels. Zudem müssten die Kontaktdatenerfassung gestrichen und die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte bei privaten Treffen gelockert werden. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) mahnte zugleich zu einem vorsichtigen Vorgehen bei möglichen Lockerungen an Schulen.
Tausende demonstrieren in Berlin gegen Corona-Impfpflicht
Unterdessen ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am zweiten Tag infolge gesunken: Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1459,8 an. Am Vortag war der Wert erstmals seit Ende Dezember gesunken und lag bei 1466,5. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 12.421.126 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. .
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