Bildungsministerin warnt vor zu großen Corona-Lockerungen an Schulen

CC0 / Alexandra_Koch / Pixabay / Schule (Symbolbild)
Schule (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.02.2022
Kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger zu einem vorsichtigen Vorgehen bei möglichen Corona-Lockerungen an deutschen Schulen aufgerufen. Bund und Länder werden am Mittwoch über den künftigen Corona-Kurs beraten. Insbesondere die FDP hat zuletzt auf Lockerungen gedrängt.
Die Ministerpräsidentenkonferenz solle „spürbare Lockerungsschritte beschließen“, sagte Stark-Watzinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Bei den Schulen müssen wir jedoch besonders behutsam sein, um den Präsenzunterricht und damit die Chancengerechtigkeit nicht durch steigende Infektionszahlen zu gefährden.“
Schulen bräuchten „zunächst auch weiterhin ein hohes Schutzniveau, das regelmäßige Tests und auch Maskentragen umfasst“, sagte die FDP-Politikerin. „Lockerungen im Bildungsbereich sollten regional differenziert bei deutlich sinkenden Infektionszahlen und unter Berücksichtigung der Impfquote von Kindern und Jugendlichen erfolgen.“
Deutscher Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) - SNA, 1920, 08.02.2022
Lauterbach: Können breite Corona-Lockerungen derzeit nicht vertreten
Ähnlich äußerte sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Sein Verband hoffe zwar darauf, dass in absehbarer Zeit Gesundheitsschutzmaßnahmen und Einschränkungen an Schulen gelockert und abgebaut werden könnten. „Unserer Ansicht nach ist allerdings der Zeitpunkt dafür oder gar für einen fixen Freedomday an Schulen noch nicht gekommen”, sagte Meidinger den Funke-Zeitungen.
Die Länder-Ministerpräsidenten wollen am Mittwoch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beraten. Die Sieben-Tage-Inzidenz war nach Zahlen vom Sonntag erstmals seit Dezember gesunken.
Die FDP dringt auf schnelle und spürbare Corona-Lockerungen. FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte der „Bild“, die Ministerpräsidentenkonferenz müsse die ersten Schritte zurück zu mehr Freiheit einleiten. Als erstes müsse man dort, wo durchgängig Maske getragen würde, die Regeln „2G-Plus“, „2G“ und „3G“ abschaffen, und zwar im Einzelhandel und in Hotels. Zudem müsse die Kontaktdatenerfassung gestrichen werden. Drittens sollten die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte bei privaten Treffen gelockert werden, forderte Dürr.
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