US-Marine bestreitet Eindringen in russische Gewässer

© AP Photo / Chief Petty Officer Amanda GrayEin US-U-Boot der Virginia-Klasse (Symbolbild)
Ein US-U-Boot der Virginia-Klasse (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.02.2022
Die US-Kriegsmarine hat den Vorwurf aus Moskau, ein amerikanisches U-Boot sei in die russischen Hoheitsgewässer im Pazifik eingedrungen, zurückgewiesen. Nach russischen Angaben musste ein Kriegsschiff am Samstag ein US-amerikanisches U-Boot aus den eigenen Hoheitsgewässern nahe der Kurilen-Inseln vertreiben.
„Die russischen Behauptungen, dass wir in ihren Hoheitsgewässern operieren, sind nicht wahr“, sagte am Samstag Kyle Raines, Pressesprecher des United States Indo-Pacific Command der US-Marine. Zum genauen Standort des betroffenen U-Bootes wollte er sich nicht äußern.
„Wir fliegen, segeln und operieren sicher in internationalen Gewässern“, betonte der Sprecher.
Das russische Verteidigungsministerium hatte mitgeteilt, ein US-U-Boot der Virginia-Klasse sei am Samstagvormittag in den russischen Hoheitsgewässern nahe der Insel Urup im Pazifik entdeckt worden. Dort habe die russische Pazifikflotte zu dem Zeitpunkt eine Übung abgehalten.
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Die US-Besatzung sei auf Russisch und Englisch gewarnt und zum sofortigen Auftauchen aufgefordert worden. Da das amerikanische U-Boot die Warnungen ignoriert habe, habe die Fregatte „Marschal Schaposchnikow“ „geeignete Mittel“ eingesetzt, hieß es aus dem russischen Verteidigungsministerium ohne nähere Angaben. Daraufhin habe das U-Boot die russischen Gewässer wieder verlassen.
Mit seiner Provokation habe das US-amerikanische U-Boot das Völkerrecht grob verletzt und die Sicherheit Russlands gefährdet, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Deshalb sei noch am selben Tag der amerikanische Militärattaché ins Verteidigungsministerium in Moskau einbestellt worden. Ihm sei eine Protestnote übergeben worden.
Russland behalte sich das Recht vor, in seinen Territorialgewässern „alle möglichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit“ zu treffen, hieß es weiter. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums setzte die Pazifikflotte ihre Übung zunächst fort.
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