Berlinale 2022: Fünf russische Filme und französische Klassik

© Foto / MetrafilmsDebütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store) - SNA, 1920, 13.02.2022
Die 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vorwiegend im Offline-Format statt. Bei der Berlinale werden unter anderem fünf russische Filme vorgestellt. Die wichtigsten Filme der Berlinale 2020 – in diesem Artikel.

Drama über Brüder, Debütfilm über Migranten

In diesem Jahr sind in verschiedenen Sektionen fünf Filme russischer Regisseure vertreten. In der Sektion Encounters (das Hauptziel – die Unterstützung neuer Figuren in der Filmkunst und der Vielfalt von Kunstformen) ist das Drama von Alexander Solotukhin „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“) vertreten.
© Foto / Proline Film (2022)Film „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“)
Film „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“) - SNA
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Film „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“)
© Foto / Proline Film (2022)Film „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“)
Film „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“) - SNA
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Film „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“)
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Film „Brat vo vsyom“ („Brother in Every Inch“)
Der Schüler des berühmten russischen Regisseurs Alexander Sokurov (Russian Ark, 2002, Faust, 2011) nahm bereits vor einigen Jahren an der Berlinale teil. In seinem neuen Werk greift er wieder zum Militärthema, konzentriert sich aber auf die Entwicklung der Persönlichkeit. Die Haupthelden, die Zwillinge Andrej und Mitja, machen eine Pilotenausbildung. Auf ihrem Weg zum Ziel müssen sie erwachsen werden und Entscheidungen selbstständig treffen.
„Menschen, die ihr Leben der Berufung widmeten, tapfer, klug, entschlossen sind“, sagt der Regisseur. „Sie opfern Ruhe und Wohlstand ihrem Traum. Das ist eine besondere Natur, was in der militärischen Umgebung besonders ausgeprägt ist, im Charakter junger Kerle, die sich für einen romantischen Militärberuf entschieden.“
Der Regisseur stellt sich eine Frage, inwieweit die Beziehungen der Brüder, die einander lieben und schätzen, aber einen gefährlichen Beruf erlernen, dramatisch sein können.
In der Sektion „Panorama“ ist der Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store) vertreten. Der Film basiert auf einer realen Geschichte über die Sklaverei unter Migranten.
© Foto / MetrafilmsDebütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store) - SNA
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store) - SNA
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store) - SNA
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store) - SNA
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
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Debütfilm von Mikhail Borodin „Produkty 24“ (Convenience Store)
Das Sujet entwickelt sich um Mukhabbar. Sie arbeitet und wohnt in einem Lebensmittelgeschäft am Rande Moskaus. Das ist eine der zahlreichen kleinen, unauffälligen Geschäfte in einem Untergeschoss eines Wohnhauses. Fast alle Angestellten sind Migranten. Mukhabbar hat weder Geld noch Dokumente, sie kann nicht fliehen, aber einst gelingt ihr das. Doch es stellt sich heraus, dass es einfacher ist, ins Freie zu gelangen, als dann zu überleben.
Der Film „Produkty 24“ ist nicht nur über Sklaverei und Migranten, Wirtschafts- und Umweltkrisen. Das ist eine persönliche berührende Geschichte über eine Frau, Mutter, über Liebe und Freundschaft, Justiz und Träume.

Serie, Teenager, Kurzfilm

In der Sektion Generation 14plus (Filme über Teenager) ist der Film „Strana Sasha“ (The Land of Sasha) – Regiedebüt von Julia Trofimova - vertreten. Das ist ein Film über das Erwachsenwerden eines 18-jährigen Schülers, der versucht zu verstehen, was er sein will.
© Foto / PREMIERSerie „Identifikatsiya“ (Identification)
Serie „Identifikatsiya“ (Identification) - SNA, 1920, 13.02.2022
Serie „Identifikatsiya“ (Identification)
Bei Berlinale Series Market Selects werden zwei Reihen eines Krimi-Projekts „Identifikatsiya“ (Identification) von Vladlena Sandu, Schülerin von Alexej Utchitel, gezeigt.
Das Sujet spielt sich um eine Tragödie in einer Familie der Kirgisen ab. Valeria ist Waise, sie wohnt und arbeitet auf einem Warenmarkt. Sie wechselt zum Islam und heiratet Aman, den kleinen Bruder ihres Arbeitgebers Bakir.
Während der Feierlichkeiten wird Bakir getötet, die Hauptverdächtigte ist Valeria, die die Letzte war, die ihn lebendig gesehen hat. In der U-Haft stellt sich heraus, dass sie eine ganz andere Person ist. An ihre Unschuld glauben nur Ermittler und der Anwalt.
Gleich zwei russische Projekte werden in der Sektion der Kurzfilme gezeigt. „Trap“ von Anastasia Veber wurde zusammen mit Litauen gedreht. Das ist eine 20 Minuten lange Geschichte über die Einwohner eines Vororts von Sankt Petersburg. Der Hauptheld Sascha will die Aufmerksamkeit einer Mitschülerin gewinnen, parallel schützt er seine Schwester vor Problemen und kämpft sich in einer nicht einfachen Welt der Randgebiete der Stadt durch.
© Foto / Albireo Films (2022)Film "Haulout"
Film Haulout - SNA, 1920, 13.02.2022
Film "Haulout"
Der zweite Film – der Dokumentarfilm „Haulout“ von Evgeniya und Maxim Arbugayev – eine gemeinsame Produktion mit Großbritannien. Die Autoren legen den Schwerpunkt auf Umweltprobleme und globale Klimaerwärmung.
Der Meeresbiologe Maxim wohnt auf Tschukotka und beobachtet Naturerscheinungen. Einst wird er Augenzeuge davon, wie die Klimakrise das Leben der Tiere beeinflusst.
„Dieser Film handelt von den Folgen der globalen Klimaerwärmung in der Arktis, einer beharrlichen Hingabe der Wissenschaftler, die in diesen Gebieten arbeiten“, so die Regisseure.

Deutsche Filme

In der Sektion Generation 14plus ist der dritte Kurzfilm des Regisseurs Simon Maria Kubiena „Blaues Rauschen“ vertreten. Im Fokus steht ein Opfer von Bullying in der Schule, das auf der Suche nach engen Beziehungen diese unter ganz unbekannten Menschen findet.
Der Film „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“, der von Nicolette Krebitz zusammen mit Frankreich gedreht wurde, steht in der Sektion „Wettbewerb“. Die besten Jahre der 60-jährigen Schauspielerin Anna sind vorbei. Widerwillig nimmt sie einen Auftrag als Sprachlehrerin für einen 17-jährigen Jungen an, der eine Sprachstörung hat. Es stellt sich heraus, dass er ihr vor kurzem die Handtasche auf der Straße geklaut hatte.
Berlinale 2021 - SNA, 1920, 10.06.2021
Eröffnung der Sommer-Berlinale: Gala und Open Air-Kino
Die wahre Perle der Filmfestspiele ist die Rolle von Isabelle Huppert im Film „À propos de Joan“ (Regisseur Laurent Larivière). Sie spielt zusammen mit Lars Eidinger, der im Oktober 2021 mit seiner Rolle in der Reihe „Tatort“ (Serie „Tatort: Borowski und der gute Mensch“) Zuschauer beeindruckte. Am 15. Februar wird Huppert mit dem „Goldenen Bären“ für den Beitrag in die Filmkunst ausgezeichnet.

Filme aus anderen Ländern

Im Hauptwettbewerb und anderen parallelen Programmen werden Filme von François Ozon, Dario Argento, Claire Denis gezeigt, die von häuslicher Gewalt, Liebesdreieck, Attentaten und der Welt der Kunst handeln, gezeigt.
© Foto / Films Distribution (2022)Film „Peter von Kant“
Film „Peter von Kant“ - SNA, 1920, 13.02.2022
Film „Peter von Kant“
Die Berlinale beginnt mit „Peter von Kant“ – Hommage des Theaterstücks „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ von Rainer Werner Fassbinder. Die Hauptdarsteller sind Denis Menochet und Isabelle Adjani.
In der Originalversion stehen im Mittelpunkt drei Frauen, die im Modebereich arbeiten. Ozon verwandelt sie in Männer und verschiebt etwas den Fokus – jetzt spielt sich die Handlung in der Filmwelt ab. „Peter von Kant“ ist bereits der fünfte Film Ozons bei der Berlinale.
Ein weiterer bekannter Vertreter der Berlinale ist der koreanische Regisseur Hong Sangsoo. Am Wettbewerb beteiligten sich bereits fünf seiner Projekte, er wurde zweimal mit Preisen ausgezeichnet (im vorvorigen und vorigen Jahr für Regie und Drehbuch).
© Foto / Contents Panda (2022)Film „The Novelist's Film“
Film „The Novelist's Film“ - SNA, 1920, 13.02.2022
Film „The Novelist's Film“
Im neuen schwarz-weißen Film „The Novelist's Film“ machen sich ein Autor, ein Filmregisseur, die Besitzerin einer Buchhandlung und eine Schauspielerin in einer künstlerischen Krise darüber Gedanken, wie die Zeit die Kunst beeinflusst, und wie man die Welt wegen zufälliger Treffen anders wahrnehmen kann.
Film „Call Jane“ - SNA, 1920, 13.02.2022
Film „Call Jane“
Eine wichtige Premiere des Wettbewerbs – Drama „Call Jane“. Die Heldin (Elisabeth Banks), Hausfrau aus einem Vorort von Chicago, erfährt Ende der 1960er Jahre, dass ihre Schwangerschaft ihr Leben bedroht. Abtreibungen sind durch Gesetz verboten, sie kontaktiert eine Firma, die illegale Operationen macht. Der Film basiert teilweise auf realen Ereignissen. Das ist das Regiedebüt der Drehbuchautorin Phyllis Nagy, im Film wirken auch Kate Mara und Sigourney Weaver mit.
© Foto / Curiosa Films (2021)Film „Avec amour et acharnement“
Film „Avec amour et acharnement“ - SNA, 1920, 13.02.2022
Film „Avec amour et acharnement“
Unter anderem Premieren – „Les passagers de la nuit“ mit Charlotte Gainsbourg, wo die Heldin nach der Trennung von ihrem Mann nach dem Sinn des Lebens sucht, und „Avec amour et acharnement“ von Claire Denis. Ein klassischer französischer Film über ein Liebesdreieck mit Juliette Binoche als Hauptdarstellerin.
Einer der am meisten erwarteten Filme bei der Berlinale Special Gala ist „Occhiali neri“ (Dark Glasses) des 81-jährigen Regisseurs Dario Argento. Nach zehn Jahren kehrt er in die Kinowelt mit einem beeindruckenden Thriller zurück. Die Hauptdarstellerin – Ilenia Pastorelli.
Der Film handelt von einer Edelprostituierten, die bei einem Angriff von einem Serienmörder verletzt wurde. Ein anderer Überlebender – ein chinesisches Waisenkind, das von ihr adoptiert wird. Zusammen üben sie Rache an dem Mörder.
Zudem werden bei den Filmfestspielen der Film „Baqyt“ (Happinnes) des kasachischen Regisseurs Askar Usbayev, „The Outfit“ mit Zoey Deutch und Dylan O'Brien über einen Schneider in Chicago in den 1950er Jahren, „Flux Gourmet“ des britischen Regisseurs Peter Strickland mit Gwendoline Christie und „The Rising“ von Pete McTighe und Charlotte Wolf gezeigt.
Die Berlinale dauert bis zum 16. Februar.
Woody Allen in Cannes am 15. Mai 2015 - SNA, 1920, 01.12.2021
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