Westliches Kriegsgerät für Kiew landet womöglich auf dem Schwarzmarkt – Russisches Außenamt

© AP Photo / Pavlo PalamarchukUkrainische Soldaten in Tarnuniform. Übungsgelände Jaworowo bei Lwow, 28. Januar 2022
Ukrainische Soldaten in Tarnuniform. Übungsgelände Jaworowo bei Lwow, 28. Januar 2022 - SNA, 1920, 12.02.2022
Die von den westlichen Ländern an die Ukraine gelieferten Waffen werden möglicherweise teils illegal gehandelt. Alexej Politschuk, der Chef einer für die GUS-Staaten zuständigen Abteilung des russischen Außenministeriums, äußerte sich dazu am Samstag gegenüber russischen Medien.
„Viele Waffen gehen auf den Schwarzmarkt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine umfasst er bereits etwa fünf Millionen Stück, welche leicht überall, auch in den Nato-Staaten selbst, auftauchen können“, sagte Politschuk.
Eine solche Militarisierung der Ukraine habe negative Auswirkungen auf die Beilegung des Konflikts im Donbass, hieß es weiter. Bei der Regierung in Kiew entstehe dadurch das Gefühl, dass der Westen ihr einen Freibrief gebe, um Gewalt anzuwenden.

Ukraine-Frage

In den letzten Monaten haben die Spannungen in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen spürbar zugenommen. Washington und Brüssel werfen Moskau vor, eine „Aggression“ gegen die Ukraine geplant zu haben; vor diesem Hintergrund verstärkt die Nato ihre Präsenz in Osteuropa. Moskau weist alle Vorwürfe zurück und betont, dass Russland seine Truppen innerhalb des eigenen Territoriums verlegen würde.
Inzwischen hat die Ukraine die Hälfte ihres Armeepersonals im Donbass konzentriert und beschießt die Volksmiliz, darunter auch mit verbotenen Waffen, welche von westlichen Ländern geliefert wurden.
Die USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Polen, die Türkei, Litauen, die Tschechische Republik, Bulgarien, Rumänien und Estland beteiligen sich an den Waffenlieferungen an die Ukraine im Wert von Milliarden Dollar. Außerdem treffen weiterhin ausländische Militärausbilder im Land ein.
Moskau hat wiederholt dazu aufgerufen, keine Waffen permanent in die Region zu schicken, da dies Kiew zu militärischen Abenteuern provozieren könnte.
Russische Botschaft in Kiew  - SNA, 1920, 12.02.2022
Wegen eventueller Provokationen: Moskau optimiert Personalbestand seiner Außenstellen in der Ukraine
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