„Klub der einheitlichen Meinung“ – Kreml-Sprecher über Münchner Sicherheitskonferenz

CC BY 3.0 / MSC/Michael Kuhlmann / Wikimedia CommonsNatalie Amiri, Master of Ceremony, und Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz 2021
Natalie Amiri, Master of Ceremony, und Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz 2021 - SNA, 1920, 12.02.2022
Die Münchner Sicherheitskonferenz verliert allmählich an Unvoreingenommenheit und wird zu einem Klub mit nur einer Meinung. Diese Auffassung vertritt der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.
„Ich glaube nicht, dass die Münchner Konferenz als Diskussionsklub ihre Aktualität einbüßt. Nein. Sie ist nach wie vor für viele interessant und erfreut sich großer Nachfrage. Aber für uns sinkt diese Nachfrage, weil die Konferenz an Unvoreingenommenheit verliert. Sie verwandelt sich allmählich in einen Klub der einheitlichen Meinung“, sagte Peskow am Freitag gegenüber SNA.
Er erklärte, dass in dem Klub nur ein Standpunkt erörtert werden dürfe und zwar nur von den Anhängern dieses Standpunktes.
Die Münchner Konferenz höre auf, ein Diskussionsklub zu sein. „In diesem Sinne ist der Valdai-Klub, in dem immerhin unterschiedliche Standpunkte aufeinanderstoßen, für uns wie bisher viel anziehender. Und ich hoffe, dass dort immer unterschiedliche und sogar diametral entgegengesetzte Standpunkte vertreten werden“, sagte Peskow.
Münchner Sicherheitskonferenz, Sitzung am 14. Februar 2020 - SNA, 1920, 27.01.2022
Putin plant keine Teilnahme an Münchner Sicherheitskonferenz 2022
Die für den 18. bis 20. Februar geplante Sicherheitskonferenz in München wird in diesem Jahr erstmals sei zwei Jahren im Präsenzformat verlaufen. Wladimir Putin wird nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen. Am 10. Februar jährte sich seine berühmte Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz zum 15. Mal. Der Präsident übte damals scharfe Kritik an der Außenpolitik der USA und an der Idee der monopolaren Weltordnung und sprach sich gegen Pläne zur Erweiterung der Nordatlantischen Allianz sowie zur Stationierung US-amerikanischer Raketenabwehranlagen aus.
Die Münchner Sicherheitskonferenz, die 1963 als eine „Sitzung von Vertretern der Verteidigungsämter“ der Nato-Mitgliedsländer gegründet wurde, gilt heute als ein internationales Diskussionsforum von Politikern, Diplomaten, Militärs, Unternehmern, Wissenschaftlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus vielen Ländern.
Die Konferenz findet traditionell im Hotel „Bayerischer Hof“ im historischen Zentrum der bayerischen Metropole statt.
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