Sex auf Ameisenhaufen und Nagel im Schädel: 16 skurrile Ammenmärchen für Geburt eines Jungen

ein Storch - SNA, 1920, 11.02.2022
Eine Schwangere in Pakistan hat sich kürzlich mit einem Nagel im Kopf an ein Krankenhaus gewandt. Durch diese Maßnahme sollte laut einem angeblichen Wunderheiler garantiert werden, dass sie einen Jungen zur Welt bringt. Hier finden Sie die wohl seltsamsten Methoden, die in der Geschichte je für die Geburt eines Nachfolgers verwendet worden sind.
Der Vorfall mit der schwangeren Pakistanerin in der nordwestlichen Stadt Peshawar, über den die lokalen Medien diese Woche berichtet haben, soll für die Frau ein gutes Ende genommen haben, sie konnte gerettet werden. Nach Angaben des Krankenhauspersonals war das Opfer bereits Mutter von drei Töchtern. Der Mann der Frau habe ihr gedroht, sie zu verlassen, sollte auch das vierte Kind ein Mädchen werden.
Ein Nagel im Kopf ist natürlich mehr als seltsam. Wir haben in diesem Artikel auch weitere skurrile Ammenmärchen gesammelt, laut denen man das Geschlecht eines künftigen Kindes angeblich beeinflussen und so auf eigenen Wunsc einen Jungen zeugen konnte:
1.
In machen Kulturen existierte der Aberglaube, dass es beim Geschlechtsverkehr im Schlafzimmer etwas kühl sein sollte, wenn man einen Jungen zeugen wollte. Ein warmes Bad vor dem Liebesspiel erhöhe dagegen die Chance auf ein Mädchen.
2.
Im 15. und 16. Jahrhundert glaubten Leute eher umgekehrt, dass die Wärme einen Jungen hervorbringen sollte. So mussten vor allem königliche Mütter während ihrer Schwangerschaft im wahrsten Sinne des Wortes sehr viel schwitzen, um einen Thronfolger zu bekommen. Vor der Geburt sollten sie den künftigen Geburtsraum einen ganzen Monat lang nicht mehr verlassen. Dabei musste ein Feuer im Kamin immer angezündet werden, abgesehen von der Jahreszeit und dem Wetter. Selbst die Schlüssellöcher wurden verstopft, um jeglichen Zug zu vermeiden.
3.
Um einen Jungen zu zeugen, sollte man vor dem Geschlechtsverkehr „männliche Gegenstände“ ins Bett legen: ein Messer, eine Säge, eine Axt, einen Stein oder anderes mehr. Diese Dinge sollten entweder unter das Bett oder unter ein Kissen gelegt werden. Im Gouvernement Orjol des Russischen Kaiserreiches gab es einen ähnlichen Brauch: Wenn man einem Mann beim Geschlechtsverkehr eine Mütze aufsetzt oder ihn mit einem Frauenschal umbindet, wird es im ersten Fall ein Junge und im zweiten Fall ein Mädchen sein, hieß es. Einige Aberglauben besagten sogar, einem Mann eine Axt mit einem Leibgurt an seinen Rücken zu binden und gleich so seine eheliche Pflicht zu erfüllen.
4.
Wenn ein Mann beim Sex die Socken und noch besser seine Stiefel anbehält, kommt ein Junge zur Welt, so ein Aberglaube.
5.
Die Liebesnacht sollte sich bei Viertelmond ereignen, um einen Jungen in die Familie willkommen zu heißen. Ein Vollmond bringt ein Mädchen, heißt eine andere Hebammenweisheit.
6.
Im alten Griechenland drehten sich die Männer beim Koitus nach rechts, um einen Jungen zu zeugen. Das gleiche taten auch die Männer in Altrussland. Nach dem Liebesspiel sollte die Frau zum selben Zweck einige Zeit auf der rechten Seite liegen.
7.
In Frankreich gab es vor etwa dreihundert Jahren eine Überzeugung, dass die Hoden des Mannes unterschiedliche Spermien produzieren. So waren demnach der rechte Hoden für einen Jungen und der linke für ein Mädchen zuständig. Aus diesem Grund banden sich Franzosen den linken Hoden ab. Interessanterweise waren ähnliche Vorstellungen auch unter den Ostslawen verbreitet. So mussten die Frauen bei der Begattung den rechten Hoden ihres Mannes halten beziehungsweise antasten, damit ein Junge gezeugt wurde, so Jewgeni Moros in seinem 2011 veröffentlichten Buch „Sex und Liebe in der Welt des russischen Mittelalters“.
8.
Laut einem anderen Ammenmärchen sollte die Frau die Plazenta der vorangegangenen Geburt unter einem Nussbaum vergraben, damit in der nächsten Schwangerschaft ein Junge zur Welt kommt.
9.
Eine andere oft weiter erzählte Weisheit soll mit den Sex-Stellungen verbunden sein. So soll bei der Missionarsstellung angeblich eher ein Mädchen gezeugt werden. Beim Wunsch nach einem Jungen wird der Koitus von hinten angeraten. Dies wird oft dadurch erklärt, dass Spermien mit dem Mädchen-Chromosom (X) etwas langsamer seien als die, die ein Y-Chromosom (Junge) tragen. Aus diesem Grund sollen angeblich die Positionen bevorzugt werden, bei denen der Penis tief eindringt, so das Portal „Eltern“. Dies soll den Weg der Spermien zum Muttermund kürzen, was ein Vorteil für die Y-Samenzellen ist, die schneller sind als die X-Zellen.
10.
Im Gouvernement Pensa des Russischen Reichs haben Frauen geglaubt, dass sie unmittelbar nach der Kopulation einen rohen Hahnenkamm essen sollten, um einen Sohn zu bekommen.
11.
Die Einwohner des Gouvernements Wjatka im nordöstlichen Teil des Russischen Reichs meinten, sie sollten während des Liebespiels auf gar keinen Fall lachen, sonst würde ein Mädchen zur Welt kommen.
12.
Die Himmelsrichtungen mochten bei vielen Völkern auch eine wichtige Rolle spielen, denn man glaubte: zeigt der Kopf beim Sex nach Norden, wird ein Junge geboren.
13.
In den östlichen Regionen des Russischen Kaiserreichs glaubte man, dass der Koitus für die Frau unerwartet passieren sollte, damit sie einen Jungen bekommt.
14.
Andere Merkmale lassen angeblich das Geschlecht des künftigen Kindes bei Essgewohnheiten sehen oder dieses sogar beeinflussen, dachte man früher. Hatte die Frau große Lust auf Süßes, sollte es ein Junge sein. Saures sollte von einem Mädchen zeugen. Es wurde und wird bei manchen immer noch angenommen, dass eine Frau mit bestimmten Lebensmitteln während der Schwangerschaft das Geschlecht des getragenen Kindes bestimmen kann. So sollen nämlich phallusgeformtes Obst und Gemüse, wie zum Beispiel Gurken oder Bananen, einen Jungen versprechen.
15.
Im Nordwesten des Russischen Kaiserreichs war einige Zeit ein Aberglaube verbreitet, indem man eine Frau auf einen Ameisenhaufen setzte. Dies sollte einen Jungen versprechen, und das Ritual selbst sollte dem Kind angeblich Lebensenergie übertragen.
16.
Dieser Aberglaube soll nach einigen Quellen noch von den Mayas überliefert worden sein und ist mit den Zahlen verbunden, so das Portal „Familie“. Wenn die Summe aus dem Alter der Mutter und dem Monat der geplanten Geburt gerade ist, wird es ein Junge sein. Wenn diese Zahl ungerade ist, dann kommt ein Mädchen zur Welt.
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