Erster Tod an Lassafieber in Großbritannien registriert

© AP Photo / Matt DunhamMediziner transportieren einen Patienten zum Rettungswagen (Archiv)
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In Großbritannien ist ein erster Tod eines mit afrikanischem Lassafieber infizierten Patienten registriert worden, teilt die britische Agentur für Gesundheitsschutz (UKHSA/UK Health Security Agency) am Freitag mit.
Der tödliche Fall wurde vom Nationalen Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) in der Grafschaft Bedfordshire im Osten Englands bestätigt. Der Mann habe zuvor Westafrika besucht, hieß es.
Am vergangenen Mittwoch waren zwei Fälle von Lassafieber und noch ein Zweifelsfall gemeldet worden. Die beiden Infizierten hatten ebenfalls eine Reise durch Westafrika unternommen. Beim dritten, mittlerweile gestorbenen Patienten wurde nach Untersuchungen ebenfalls Lassafieber diagnostiziert.

„Das Risiko für die Bevölkerung ist äußerst gering. Derzeit machen Mediziner Personen ausfindig, die engen Kontakt zu den drei Patienten gehabt haben sollen“, hieß es.

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Afrikanisches Lassafieber

Lassafieber gehört zu den hämorrhagischen Fiebererkrankungen und wurde 1969 zum ersten Mal beschrieben. Die Infektion wird durch eine verbreitete Rattenart - Mastomys natalensis - per Kontakt- oder Schmierinfektion auf den Menschen übertragen. Anschließend erfolgt häufig eine Übertragung von Mensch zu Mensch.
Bei Infizierten werden vor allem die Atmungsorgane, die Nieren und das zentrale Nervensystem betroffen. Die Krankheit zeichnet sich durch eine hohe Sterblichkeit aus.
Zuletzt waren zwei Lassafieber-Fälle in Großbritannien 2009 registriert worden.
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