Westlicher Druckaufbau beim Sicherheitsdialog könnte zu „Tragödie“ führen – russischer UN-Vertreter

© REUTERS / DADO RUVICUkraine-Konflikt (Symbolbild)
Ukraine-Konflikt (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.02.2022
Russlands Vertreter beim Genfer UN-Büro, Gennadi Gatilow, hat gegenüber SNA Stellung zu dem Sicherheitsdialog mit den USA und der Nato bezogen. Demnach könnten die Versuche westlicher Länder, „den Einsatz“ zu erhöhen, auf diplomatischer Ebene Druck aufzubauen, zu einer Tragödie führen.
Westliche Länder, allen voran die USA, würden Druck auf Russland aufbauen, um ihre Verhandlungsposition im Sicherheitsdialog zu stärken.
„Unsere ernsthafte Besorgnis wird dadurch hervorgerufen, dass die USA und ihre Verbündeten die Situation verschärfen, während das Spiel der Einsatzerhöhung zu einer echten Tragödie führen kann, deren Schuldige genau diejenigen sein werden, die uns und im Großen und Ganzen der internationalen Gemeinschaft dieses gefährliche Spiel auferlegt haben“, so Gutilow.
Er äußerte, dass die USA und ihre Partner wohl kaum bereit seien, tatsächlich einen Krieg mit Russland zu entfesseln. Sanktionen, politischer Druck und militärische Manöver würden eingesetzt, um den „Einsatz“ bei den Verhandlungen über Sicherheitsgarantien zu erhöhen.
Eine solche Taktik sei in der Diplomatie seit langem bekannt und „wurde in der Geschichte der internationalen Beziehungen viele Male angewandt“.
Flagge Deutschland / USA - SNA, 1920, 04.02.2022
Mögliche Russland-Sanktionen: Deutschland und USA als „Taktgeber“ dabei – Bericht

Hintergründe zum Sicherheitsdialog

Seit Monaten spekulieren westliche Medien über eine angeblich bevorstehende „russische Invasion“ in die Ukraine. Die Nato und einige anderen Länder kritisieren Truppenbewegungen Russlands auf seinem Hoheitsgebiet an der Grenze zur Ukraine und drohen Moskau mit schwerwiegenden Konsequenzen. Moskau wies die Vorwürfe wiederholt zurück und sieht sich durch das Heranrücken der Nato an seine Grenzen bedroht.
Ende 2021 legte Russland den USA und den Nato-Staaten Vertragsentwürfe zu gegenseitigen Sicherheitsgarantien in Europa vor. Mitte Januar fanden erste Diskussionen zu den russischen Vorschlägen statt. Die Delegationen Russlands und der USA führten Verhandlungen in Genf, dann wurden eine Sitzung des Russland-Nato-Rates in Brüssel und Konsultationen in den OSZE-Räumen in Wien abgehalten. Moskau forderte insbesondere rechtliche Garantien zu einer Nichtausweitung der Nato nach Osten und zum Verzicht auf die Aufnahme ehemaliger Sowjetrepubliken. Nach Angaben des russischen Außenministeriums erhielt das Land jedoch genau auf diese Forderungen keine verbindliche Antwort.
Die USA und weitere westliche Länder drohten zum Auftakt der Gespräche wiederholt mit Sanktionen im Falle einer „russischen Invasion“.
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