So einfach wirken Sie sexy: Fünf wissenschaftlich bewiesene Tricks

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Sexuelle Attraktivität (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.02.2022
Rund die Hälfte der deutschen Frauen und Männer schätzen sich als durchschnittlich attraktiv ein, besagen Statistiken. Als sehr attraktiv findet sich nur ein Zehntel der Bevölkerung. Laut Wissenschaftlern braucht der Mensch nur 33 Millisekunden, um seinen Gegenüber zu bewerten. Wir präsentieren Ihnen Tricks, die Ihre sexuelle Attraktivität erhöhen!
Rund ein Drittel der Frauen (31 Prozent) und etwa ein Viertel der Männer (28 Prozent) hält sich hierzulande als eher attraktiv. Nur ein Zehntel (11 Prozent bei Frauen und 9 Prozent bei Männern) schätzen sich als sehr attraktiv ein, so das Portal Statista. Die meisten (49 Prozent der Frauen und 55 Prozent der Männer) finden, dass sie eher durchschnittlich attraktiv seien. Als eher unattraktiv bezeichnen sich jeweils 7 Prozent der Befragten. Bei den Männern gibt es sogar einen Prozent, der sich als unattraktiv sieht. Die Selbsteinschätzung ist aber die eine Sache. Wie uns die anderen bewerten, ist aber eine ganz andere.
Biologisch bedingt braucht aber der Mensch sehr wenig Zeit, um seinen Gegenüber zu beurteilen. So waren Menschen in einem Versuch bereits nach 33 Millisekunden in der Lage, über die Vertrauenswürdigkeit einer abgebildeten Person zu urteilen, und nach 167 Millisekunden war der Eindruck bereits so zuverlässig, dass die Testpersonen ihre Meinung in der Regel nicht mehr änderten, erklärt Dr. Daniel Haag-Wackernagel, Professor für Biologie am Departement Biomedizin der Universität Basel. Der Mensch sei ihm zufolge ein Augentier.
Wir präsentieren Ihnen fünf wissenschaftlich bewiesene Tricks, die unsere sexuelle Attraktivität in den Augen der anderen Personen erhöhen kann.

1. Einen längeren Augenkontakt haben

Die Augen sind der Liebe Pforten. Sie sind auch der Spiegel der Seele. Die Augen sagen mehr als tausend Worte. Es gibt eine ganze Reihe von Aussprüchen, die die Bedeutung eines Blickkontakts zeigen. Nun wurde dies auch wissenschaftlich bewiesen. So haben Nicola Binetti und seine Kollegen vom Institut für experimentelle Psychologie des University College London im Jahr 2016 festgestellt, dass sich bei den Menschen, die einen etwas längeren Augenkontakt bevorzugen, die Pupillen beim Anschauen ihres Gegenübers stärker und schneller weiten. Die Pupillen des Menschen weiten sich aber unwillkürlich zum Beispiel bei Freude oder auch bei sexueller Erregung. So einfach könnte nun dieser Trick wirken: den Leuten also etwas länger in die Augen zu schauen, als Sie es sonst gewöhnt sind. Dabei sollte man aber aufpassen, dass der Blickkontakt nicht zu lange dauert, denn Ihr Gegenüber mag sich in dem Fall unbehaglich fühlen.

2. Sich in einer Gruppe befinden

Eine einzelne Person wirkt in einer Gruppe von Menschen attraktiver als für sich allein betrachtet. Dieses psychologische Phänomen heißt der Cheerleader-Effekt. Diesen haben Drew Walker und Edward Vul von der University of California (US-Bundesstaat Kalifornien) im Jahr 2013 gleich in allen fünf von ihnen durchgeführten Experimenten bestätigt. Demnach gilt dies sowohl für Männer als auch für Frauen. Dieser Effekt lässt sich laut Forschern auf drei Phänomene zurückführen. Das menschliche visuelle System betrachtet eine Gruppe von Individuen als eine Einheit. Zum anderen werden Individuen der Gruppe positiv vom Durchschnitt der Gruppe beeinflusst. Und drittens erscheinen sozusagen Durchschnittsgesichter attraktiver als ein einzelnes Gesicht.
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3. Ihre eigene Stimme stimmen

Bei der Wahrnehmung eines Menschen spielen nicht nur sein Gesicht und sein Körper, sondern auch seine Stimme eine wichtige Rolle. Im Jahr 2013 hat Yi Xu mit seinen Kollegen vom britischen Institut für Sprach-, Hör- und Phonetikwissenschaften des University College London attraktive akustische Merkmale von Frauen und Männern herausgefunden.
Demnach wird eine höhere Frauenstimme von den Männern als schöner bewertet, da diese signalisiert, dass die Sprecherin eine kleinere Körpergröße habe. Da lauert aber ein Fettnäpfchen: falls eine Frau üben würde, mit einer etwas höheren Stimme zu sprechen als gewohnt, sollte sie dabei nicht übertreiben, denn eine zu hohe Stimme wird von den Männern als kindlich bewertet.
Frauen hingegen finden bei den Männern eine tiefere Stimme attraktiv, was mit einer großen Körpergröße, sprich Schutz und Zuverlässigkeit, assoziiert wird. Ideal wäre, wenn ein solche Stimme auch etwas Rauheit haben würde. Die Attraktivität eines Mannes würde in dem Fall höher bewertet, denn diese Besonderheit soll vermutlich die mit einer großen Körpergröße oft verbundene Aggressivität mildern.

4. Lachen, lächeln und Witze machen

Frauen mögen witzige Männer, während Männer Frauen mögen, die über ihre Witze lachen. Die Menschheit mag dies schon seit Ewigkeit geahnt haben, wissenschaftlich bewiesen wurde dieses Postulat aber erst 2005. Eric Bressler vom Westfield State College (US-Bundesstaat Massachusetts) und sein Kollege Sigal Balshine von der McMaster University in Hamilton (kanadische Provinz Ontario) führten eine Studie durch, in der sie mehr als 200 männliche und weibliche Probanden baten, Dutzende Fotos von Personen des jeweils anderen Geschlechts zu bewerten.
Manche der gezeigten Fotos hatten die Forscher vorher mit amüsanten Unterschriften versehen wie „Meine Schule war sowas von hart – wir hatten sogar unseren eigenen Bestatter“. Solche Fotos wurden hoch bewertet, und die darauf abgebildeten Männer nicht nur als freundlicher und lustiger, sondern auch als bessere potenzielle Partner eingeschätzt. In einem anderen Experiment wollten die Forscher wissen, wen die Männer attraktiver fänden – eine Frau, die selbst witzig ist, oder eine, die über die Scherze des Befragten lachen kann. Es wurde festgestellt, dass die meisten Männer eine Frau vorziehen, die den männlichen Humor zu schätzen weiß.
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Manche Wissenschaftler meinen, dass sich Humor mit der Evolution als ein überlebenswichtiges Merkmal im Hinblick auf die Partnerwahl entwickelte. Daniel Howrigan von der Universiy Colorado (US-Bundesstaat Colorado) hat 2008 die Rolle des Humors in der menschlichen sozialen Interaktion, unter anderem bei der Partnersuche, untersucht. Er fand heraus, dass sich Humor als Indikator für Intelligenz entwickelte. So analysierte er die Persönlichkeit und die Intelligenz von 185 Studenten – 115 Frauen, 70 Männer. Howrigan stellte fest, dass derjenige, der in dem Intelligenztest gut abgeschnitten hatte, auch überdurchschnittlich humorvoll war.
Hier sollte man auch bestimmte Grenzen kennen. Humor gibt es jeder Art: dumme und derbe, insbesondere in der Gossensprache erzählte Witze würden eine intelligente Person von dem Spaßmacher beziehungsweise der Spaßmacherin eher abschrecken – genauso übrigens wie Pferdewiehern statt eines intelligenten Lachens.

5. Rote Kleidung tragen

Rot gilt als eine warme Farbe, die mit dem Blut, Energie, Liebe und anderem mehr verbunden wird. Selbst in der Natur hat sie einen bestimmten Reiz. Weibliche Schimpansen erröten zum Beispiel an den Genitalien und auf der Brust, wenn sie nahe der Ovulation sind. Ihre männlichen Artgenossen reagieren darauf mit verstärkter Masturbation und Begattungsversuchen.
Bei dem Menschen sind die Reaktionen auf Rot zwar nicht so extrem direkt wie bei den Primaten festzustellen, doch Studien haben bewiesen, dass sowohl Männer als auch Frauen rot gekleidete Personen unterbewusst als attraktiver im Vergleich zu deren in andere Farben gekleidete Kollegen wahrnehmen. Dies fanden Adam Pazda und Andrew Elliot von der University of Rochester (US-Bundesstaat New York) sowie Tobias Greitemeyer von der österreichischen Universität Innsbruck im Jahr 2011 heraus.
Die Probanden der Studie mussten die vorgelegten Fotos von Menschen des jeweils anderen Geschlechts in roter und andersfarbiger Kleidung bewerten, ohne dabei das Thema des durchzuführenden Experiments zu kennen. Das Ergebnis war, dass die Frauen die Männer in roten Hemden attraktiv fanden. Dasselbe galt auch für Männer. Sie fanden rotgekleidete Frauen mehr sexy.
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