London entsendet Kampfschiffe „zur Unterstützung der Nato“ ins Schwarze Meer

© REUTERS / POOLDer britische Premierminister Boris Johnson
Der britische Premierminister Boris Johnson - SNA, 1920, 10.02.2022
Der britische Premier Boris Johnson hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zugesagt, mehrere Kampfschiffe in das Schwarze und das östliche Mittelmeer zu entsenden.
Europa mache die schlimmste Sicherheitskrise der letzten Jahrzehnte durch, sagte Premierminister Johnson in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Stoltenberg am heutigen Donnerstag. Großbritannien erhöhe seine Truppenpräsenz in Polen um 350 Mann, verstärke die Luftverteidigung in Rumänien durch zusätzliche Kampfjets und: „Wir schicken Schiffe in das östliche Mittelmeer und das Schwarze Meer“, so Johnson. Bei den Schiffen handele es sich um hochseetaugliche Patrouillenboote der River-Klasse sowie um Lenkwaffenzerstörer der Daring-Klasse.
Die britische Regierung hatte die Verstärkung ihrer militärischen Aktivitäten früher bereits angekündigt. Dazu zählen nach offiziellen Angaben die Verdoppelung des britischen Truppenkontingents innerhalb der NATO Enhanced Forward Presence in Estland, die Aufstellung eines Kampfjetgeschwaders in Südosteuropa sowie Missionen im Mittelmeer. Darüber hinaus verstärkt Großbritannien seine Truppenpräsenz in Polen.
US-Panzer in Rumänien am 9. Februar 2022 - SNA, 1920, 10.02.2022
Erste US-Panzer in Rumänien angekommen
Grund für die militärische Verstärkung der Nato-Ostflanke ist offiziell die Ukraine-Krise. Westliche Staats- und Regierungschefs beschuldigen Moskau, die Lage an der Ost- und Nordgrenze der Ukraine zu eskalieren. Die Rede ist von einer russischen Aggression. Dass diese im Westen verkündet wird, ist aus russischer Sicht jedoch nur ein Vorwand für die Stationierung westlicher Waffen und Truppen nahe der russischen Grenzen. Das russische Außenministerium bezeichnete die westlichen Aggressionsvorwürfe und die daraus folgende Erklärung, die Ukraine militärisch aufrüsten zu wollen, als ebenso lachhaft wie gefährlich.
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