Lawrow vergleicht ukrainischen Außenminister mit Goebbels

© SNA / Russian Foreign Ministry / Zur BilddatenbankRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv) - SNA, 1920, 10.02.2022
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat seinen ukrainischen Amtskollegen Dmitri Kuleba dafür kritisiert, im Umgang mit den Minsker Vereinbarungen die Wahrheit zu verbiegen. Dabei setzte Lawrow die Vorgehensweise des ukrainischen Ministers mit den Finten des Nazi-Propagandisten Goebbels gleich.
Der russische Außenminister traf sich am heutigen Donnerstag mit seiner britischen Amtskollegin Elizabeth Truss in Moskau. Zentrales Thema der Gespräche war der Ukraine-Konflikt.
Lawrow erklärte, seine britische Kollegin daran erinnert zu haben, dass der ukrainische Präsident Selenski ebenso wie seine Minister und Sicherheitsberater öffentlich erklären, die Minsker Vereinbarungen nicht umsetzen zu wollen. Die unter Vermittlung der deutschen und französischen Regierungen im Jahr 2015 ausgehandelten Vereinbarungen sehen unter anderem direkte Gespräche zwischen der ukrainischen Zentralregierung in Kiew und den Vertretern der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine vor.
Das Schild des ukrainischen Außenministeriums in Kiew - SNA, 1920, 09.02.2022
Außenminister Kuleba: Kiew erfüllt Minsker Abkommen, aber nicht zu Bedingungen Moskaus
Im Anschluss an das Treffen mit Truss sagte Lawrow:
„Außenminister Kuleba hat offen erklärt, dass es den direkten Dialog mit Donezk und Lugansk nicht geben werde, weil die Minsker Vereinbarungen einen solchen Dialog nicht enthielten. Das ist die Goebbels-Schule in Reinform oder es übertrifft vielmehr das Können des Hauptpropagandisten des Dritten Reichs. Denn ohne mit der Wimper zu zucken, Lügen zu verbreiten, das zu leugnen, was vom UN-Sicherheitsrat angenommen und schwarz auf weiß festgehalten wurde, und sich dabei keine Sorgen machen zu müssen, dass London, Paris, Berlin oder Washington einem das nicht durchgehen lassen, das ist dann schon eine sehr bequeme Situation für Demagogen, die momentan für sich beanspruchen, im Recht zu sein bei ihrem Versuch, die Minsker Vereinbarungen umzuschreiben.“
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