„Scholz keine Merkel“: Biden kritisierte EU-Verbündete hinter verschlossenen Türen – Bericht

© AP Photo / Susan WalshPräsident Joe Biden macht eine Pause während einer Pressekonferenz im East Room des Weißen Hauses in Washington , Mittwoch, 19. Januar 2022. (AP Photo/Susan Walsh)
Präsident Joe Biden macht eine Pause während einer Pressekonferenz im East Room des Weißen Hauses in Washington , Mittwoch, 19. Januar 2022. (AP Photo/Susan Walsh) - SNA, 1920, 10.02.2022
US-Präsident Joe Biden soll einige seiner Amtskollegen während der Sitzungen hinter verschlossenen Türen wegen ihrer Position zur Ukraine-Krise kritisiert haben, berichtet der US-Sender „NBC News“ unter Verweis auf anonyme Quellen.
Biden hat demnach einmal gesagt, der Bundeskanzler Olaf Scholz sei keine Angela Merkel. Das Verhalten des britischen Premierministers Boris Johnson habe er als stürmisch beschrieben. In Bezug auf den französischen Präsidenten Emmanuel Macron sagte Biden, dass er Charles de Gaulle sein wolle.
Der US-Staatschef habe angeblich seine Wut auch über den russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgedrückt und ihn „einen Typ mit Atomwaffen und ohne Freunde“ genannt.
Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Emily Horne, hat bezüglich dieses Berichts erklärt: „Dieser anonyme Klatsch und Tratsch ähnelt in keiner Weise dem, was der Präsident über seine Amtskollegen sagt oder denkt, die er respektiert und schätzt.“
„Präsident Biden freut sich über die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den USA und unseren europäischen Verbündeten und Partnern, auch bei der Bewältigung der anhaltenden Krise des militärischen Aufbaus Russlands an den Grenzen der Ukraine“, fügte Horne hinzu.
In letzter Zeit haben die westlichen Staaten ihre Besorgnis in Bezug auf angeblich zunehmende „aggressive Aktivitäten“ seitens Russlands in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Moskau weist alle Vorwürfe zurück und betont, dass Russland seine Truppen innerhalb des eigenen Territoriums verlege. Der Kreml und das Außenministerium haben wiederholt darauf hingewiesen, dass das Ziel der Geschichten über eine mögliche „russische Aggression“ darin bestehe, eine Gruppierung der Nato nahe der russischen Grenze aufzubauen.

Biden-Scholz-Treffen

US-Präsident Joe Biden hat Anfang der Woche Deutschland beim Besuch von Scholz im Weißen Haus als verlässlichen Partner gewürdigt. „Deutschland und die Vereinigten Staaten sind enge Freunde, verlässliche Partner, und wir können uns aufeinander verlassen“, sagte Biden am Montag in der US-Hauptstadt Washington bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Ich habe überhaupt keinen Zweifel an Deutschland.“
Gleichzeitig wird Scholz von einigen Bündnispartnern vorgeworfen, in der Ukraine-Krise zu wenig Druck auf Russland auszuüben. Auch in den USA sind Zweifel laut geworden, ob man im Ernstfall auf Deutschland zählen könne.
Antrittsbesuch von Bundeskanzler Olaf Scholz bei US-Präsident Joe Biden am 7. Februar - SNA, 1920, 07.02.2022
Gespräche in Washington: Scholz und Biden wollen gemeinsam gegen „russische Aggression“ vorgehen
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