Trotz Corona-Krise: Deutschlands Exporte erzielen „Rekordwert von 1,3 Billionen Euro“

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Export-Logo (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.02.2022
Obwohl Lieferengpässe und gestörte Lieferketten im vergangenen Jahr Deutschlands Wirtschaft starke belastet haben, exportierte dieses mehr als vor der Corona-Krise. Das berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Mittwoch. Die deutschen Warenausfuhren stiegen auf einen Rekordwert.
„Der deutsche Export hat nach einer Aufholjagd im vergangenen Jahr das Niveau von 2019 überschritten und liegt damit höher als vor der Corona-Pandemie.“ Das berichtete das Magazin „Spiegel“ am Mittwoch und berief sich dabei auf das Statistische Bundesamt.
Die Warenausfuhren der Bundesrepublik stiegen 2021 gegenüber dem Vorjahr „kräftig um 14 Prozent auf 1375,5 Milliarden Euro. Sie lagen damit um 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.“ Noch im ersten Corona-Krisenjahr „waren die Warenausfuhren insgesamt um 9,1 Prozent eingebrochen, die Importe schrumpften um 7,0 Prozent“.
Die deutschen Importe legten im vergangenen Jahr um 17,1 Prozent auf 1202,2 Milliarden Euro zu. „Der im Ausland viel kritisierte deutsche Exportüberschuss summierte sich auf 173,3 Milliarden Euro, womit er das fünfte Jahr in Folge sank.“
Maschinenbau (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.02.2022
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Wichtige Handelspartner USA, China und Frankreich

Demnach bleiben die USA und China Deutschlands wichtigste Handelspartner. Die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten „wuchsen um 18 Prozent auf 122,1 Milliarden Euro. (...) Die Ausfuhren in die Volksrepublik legten um 8,1 Prozent auf 103,6 Milliarden Euro zu, die nach Frankreich um 12,6 Prozent auf 102,3 Milliarden Euro.“
Die meisten Waren importierte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr aus der Volksrepublik China. Von dort wurden laut dem „Spiegel“ Waren im Wert von 141,7 Milliarden Euro eingeführt, ein Plus von 20,8 Prozent zum Vorjahr.

Deutschland abhängig von Importen aus Russland

Anhaltende Logistikprobleme, Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten sowie hohe Energiepreise und die ungewisse Pandemieentwicklung würden der deutschen Exportwirtschaft weiterhin Sorge bereiten, so der Bericht. Die deutsche Industrie sitze auf einer Rekordzahl an Aufträgen, die wegen Materialengpässen nicht rechtzeitig abgearbeitet werden können.
Russland bleibe dem Bericht zufolge zwar weiterhin „keine Top-Handelsnation“ für Deutschland. Allerdings importiere die deutsche Wirtschaft aus der Russischen Föderation entscheidende Rohstoffe, wie Gas, Öl und Metalle. Ohne diese russischen Rohstoffe funktioniere die deutsche Exportbranche „nur eingeschränkt“.
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