US-Botschaft in Kiew erwägt Umzug in die Westukraine – Medien

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankDas Gebäude der US-Botschaft in Kiew
Das Gebäude der US-Botschaft in Kiew  - SNA, 1920, 08.02.2022
In Bezug auf die möglichen Pläne für den Fall eines russischen Einmarsches in die Ukraine zieht die US-Botschaft in Kiew nach Angaben der Nachrichtenwebseite „Buzz Feed News“ den Umzug in den Westen des Landes in Betracht. Die Webseite beruft sich dabei auf eine Quelle, die mit der Angelegenheit vertraut sein soll.
Die Botschaft hat demnach noch keine Entscheidung in dieser Frage getroffen. Eine Verlegung in die Westukraine werde jedoch „aktiv diskutiert“.
Ein Sprecher des US-Außenministeriums habe in diesem Zusammenhang auf Anfrage der Webseite gesagt, die Behörde habe momentan in dieser Hinsicht nichts zu verkünden. Die US-Botschaft in Kiew bleibe für die meisten konsularischen Dienstleistungen geöffnet, hieß es. Allerdings empfehle das Ministerium US-Bürgern in der Ukraine, ihre Abreise zu erwägen und kommerzielle oder andere privat verfügbare Transportmöglichkeiten zu nutzen.
Putin auf einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit Macron im Kreml - SNA, 1920, 08.02.2022
Putin warnt vor Krieg mit Nato wegen Ukraine
Am Montag empfahl US-Präsident Joe Biden den US-Bürgern, die sich in der Ukraine befinden, das Land zu verlassen. Dies wäre „vernünftig“, sagte er bei einer Pressekonferenz nach dem Gespräch mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz und präzisierte, dies betreffe nicht das diplomatische Personal aus den USA.
Die Spannungen in den Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern haben sich in den letzten Monaten angesichts der Krise um die Ukraine verschärft. Washington und Brüssel werfen Moskau „aggressive Handlungen“ an der Grenze zur Ukraine und Vorbereitung einer „Invasion“ in das Nachbarland vor.
Antrittsbesuch von Bundeskanzler Olaf Scholz bei US-Präsident Joe Biden am 7. Februar - SNA, 1920, 07.02.2022
Gespräche in Washington: Scholz und Biden wollen gemeinsam gegen „russische Aggression“ vorgehen
Russland weist die Vorwürfe der westlichen Länder und der Ukraine zurück und verweist darauf, dass es seine Truppen auf eigenem Territorium nach Belieben verlegen dürfe. Moskau betonte wiederholt, dass die Vorwürfe der angeblichen „russischen Aggression“ dazu benutzt würden, Nato-Truppen und -Ausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen auszubauen. Die Eskalation in der Ukraine sei vor allem auf das Vorgehen der USA und der Nato zurückzuführen, die ihre Militärausbilder, Waffen und Ausrüstung in das osteuropäische Land schickten, die Zahl der Militärübungen erhöhten und Kiew somit zu militärischen Abenteuern veranlassen würden, hieß es.
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