Russische Soldaten verlassen Weißrussland nach Militärübung – Kremlsprecher

© SNA / Verteidigungsministerium Russlands / Zur BilddatenbankVorbereitung zu der russisch-weißrussischen Militärübung auf dem Übungsgelände Brestski
Vorbereitung zu der russisch-weißrussischen Militärübung auf dem Übungsgelände Brestski - SNA, 1920, 08.02.2022
Die russischen Truppen, die nach Weißrussland zu einer gemeinsamen Übung entsendet worden waren, werden laut dem Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, das Nachbarland nach dem Abschluss des Manövers verlassen.
Bei einem Briefing am Dienstag kommentierte Peskow unter anderem Medienberichte, wonach der russische Staatschef Wladimir Putin in seinem Gespräch mit dem französischen Präsidenten, Emmanuel Macron, am Montag versprochen hatte, 30.000 russische Soldaten nach der geplanten Militärübung aus Weißrussland abzuziehen.
„Wenn Sie es aufmerksam verfolgt haben, hat niemand jemals gesagt, dass die russischen Truppen auf dem weißrussischen Territorium bleiben würden, davon war nie die Rede“, sagte Peskow. „Es handelt sich um eine Militärübung von Verbündeten, und es ist selbstverständlich, dass die Truppen nach Abschluss dieser Übung an ihre ständigen Stationierungsorte zurückkehren werden“, fügte er hinzu.
Peskow wies auch darauf hin, dass eine konkrete Frist für den Truppenabzug nie genannt worden sei.
In Bezug auf Medienberichte, denen zufolge Putin im Gespräch mit Macron zugesagt haben soll, keine neuen Militärmanöver in der Nähe des ukrainischen Territoriums abzuhalten. „Ich habe keine derartigen Berichte gehört“, teilte der Kreml-Sprecher mit.
Zuvor hatte Russland seit Wochen Truppen und Militärtechnik in das benachbarte Belarus zu einer gemeinsamen Übung verlegt. Das gemeinsame Großmanöver „Union Resolve 2022“ soll am Donnerstag beginnen und am 20. Februar abgeschlossen werden.
Eine Besatzung des Mehrfachraketenwerfersystems Grad feuert während einer gemeinsamen russisch-weißrussischen Militärübung auf dem Übungsgelände Mulino in der Region Nischni Nowgorod - SNA, 1920, 28.01.2022
Russland und Belarus vor Großmanöver: Das steckt wirklich dahinter
Am Montag hatte der polnische Präsident, Andrzej Duda, in einer Pressekonferenz mit dem Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg seine Befürchtungen darüber zum Ausdruck gebracht, dass die russischen Truppen Weißrussland nach der geplanten Militärübung nicht verlassen würden.
Die Spannungen in den Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern haben sich in den letzten Monaten angesichts der Krise um die Ukraine verschärft. Washington und Brüssel werfen Moskau „aggressive Handlungen“ an der Grenze zur Ukraine und die Vorbereitung einer „Invasion“ in das Nachbarland vor.
Eine Su-30SM der belarussischen Luftwaffe - SNA, 1920, 07.02.2022
Russland schickt Kampfjets auf Patrouille über Belarus
Russland weist die Vorwürfe der westlichen Länder und der Ukraine zurück und verweist darauf, dass es seine Truppen auf eigenem Territorium nach Belieben verlegen dürfe. Moskau betonte wiederholt, dass die Vorwürfe der angeblichen „russischen Aggression“ dazu benutzt würden, Nato-Truppen und -Ausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen auszubauen. Die Eskalation in der Ukraine sei vor allem auf das Vorgehen der USA und der Nato zurückzuführen, die ihre Militärausbilder, Waffen und Ausrüstung in das osteuropäische Land schickten, die Zahl der Militärübungen erhöhten und Kiew somit zu militärischen Abenteuern veranlassen würden, hieß es.
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