Kiew plant inszenierten Anschlag in Ost-Ukraine – Lugansker Republik

© REUTERS / ALEXANDER ERMOCHENKOAngehörige der Volkswehr der selbsternannten Republik Lugansk im Osten der Ukraine (Archiv)
Angehörige der Volkswehr der selbsternannten Republik Lugansk im Osten der Ukraine (Archiv) - SNA, 1920, 08.02.2022
Vor dem Hintergrund der Debatte um deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine will die abtrünnige „Volksrepublik Lugansk“ (LNR) im Osten des Landes von der Ankunft britischer Elite-Soldaten erfahren haben. Ein LNR-Sprecher wirft Kiew zudem vor, einen inszenierten Anschlag vorzubereiten.
„Nach unseren Aufklärungsangaben sind mehr als 100 britische Spezialkräfte in der Ukraine eingetroffen“, sagte Iwan Filiponenko, Pressesprecher der sogenannten Volksmiliz, am Dienstag in Lugansk.
Nach seinen Worten reisten die britischen Elite-Soldaten unter dem Deckmantel von Militärausbildern ein und sind „in der Lage, Aufklärungsmissionen und Sabotageakte durchzuführen“. Die Volksrepublik befürchte nun, dass die Briten ins Konfliktgebiet im Donbass verlegt würden.
Filiponenko beschuldigte ferner die ukrainischen Geheimdienste, einen „inszenierten Anschlag mit zahlreichen zivilen Opfern“ im Donbass zu planen. Als mögliche Ziele kämen diverse Produktionsstätten im Raum Charkow, Lugansk oder Donezk in Frage, sagte der Sprecher und berief sich dabei auf von LNR-Agenten gelieferten Angaben.
Ein kleines Kind schaut aus dem Fenster eines der Häuser der Siedlung Glubokaja in Horlivka, die sich in der Nähe der Kontaktlinie in der Region Donezk befindet und ständig bombardiert wird, April 2021 - SNA, 1920, 01.02.2022
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In der vergangenen Woche hatte die Ukraine eine Wunschliste für Waffenlieferungen nach Berlin geschickt. Hintergrund waren Berichte über einen angeblich bevorstehenden militärischen Einmarsch Russlands in die Ukraine, die Moskau vehement dementiert. Die deutsche Regierung lehnt Lieferungen in Krisengebiete bisher strikt ab.
Die Volksrepublik Lugansk und die benachbarte Volksrepublik Donezk werden seit fast acht Jahren nicht mehr von der Regierung in Kiew kontrolliert. Die beiden Donbass-Regionen hatten nach dem Umsturz in Kiew Anfang 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt. Die ukrainische Regierung reagierte mit der Entsendung von Truppen. Der seitdem schwelende militärische Konflikt im Osten der Ukraine hat nach UN-Angaben mindestens 13.000 Menschen das Leben gekostet.
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