Falls Situation um russische Medien eskaliert: Moskau wird spiegelgleich reagieren – Sacharowa

Logo von RT (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.02.2022
Moskau wird laut der Pressesprecherin des russischen Außenministerium, Maria Sacharowa, auf alle deutschen Handlungen gegenüber russischen Medien spiegelgleich antworten.
„Ich weiß, dass es RT DE gut gehen wird. […] Wenn die deutschen Behörden den Weg der Eskalation gehen und die Situation verschärfen, werden sie eine Spiegelreaktion sehen“, sagte sie.
Falls sich Berlin für die Stabilisierung der Situation mit den Medien entscheide, werde auch Moskau entgegenkommen.
„Wenn wir den Wunsch Deutschlands sehen, die Situation irgendwie zu normalisieren, versichere ich Ihnen, dass wir dazu bereit sind“, sagte Sacharowa.
Das russische Außenministerium hat am Donnerstag die Schließung des DW-Büros in Moskau verfügt und allen Korrespondenten die Akkreditierung entzogen. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf das Sendeverbot für das deutschsprachige TV-Programm des Staatssenders RT DE in Deutschland. Die Entscheidung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, RT die Sendeerlaubnis zu entziehen, habe Russland „jede andere Wahl“ genommen, hieß es aus dem russischen Außenministerium.
In Deutschland hatte das Sendeverbot für die „Deutsche Welle“ für viel Kritik gesorgt. Kulturstaatsministerin Claudia Roth sagte der „Augsburger Allgemeinen“, dass es sich bei dem Sendeverbot für die DW „um eine massive und aus unserer Sicht völlig ungerechtfertigte Eskalation, die Angst und Schrecken unter den ausländischen Journalistinnen und Journalisten in Russland verbreiten und freie Berichterstattung in und aus Russland weiter einschränken soll“, handele. Die russische Maßnahme mache sie traurig und wütend. Es sei offenbar ein Vorwand gesucht worden, „um gegen die Deutsche Welle und die freie Pressearbeit in Russland vorzugehen“.
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