Russland schickt Kampfjets auf Patrouille über Belarus

© SNA / Viktor Tolotschko / Zur BilddatenbankEine Su-30SM der belarussischen Luftwaffe
Eine Su-30SM der belarussischen Luftwaffe - SNA, 1920, 07.02.2022
Russische Jagdflugzeuge vom Typ Su-30SM haben über Belarus patrouilliert. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag mit. In den nächsten Tagen wollen beide Staaten ein gemeinsames Militärmanöver starten.
Zusammen mit belarussischen Kampfjets seien die Su-30SM-Piloten entlang der Staatsgrenze von Belarus in 8000 Meter Höhe geflogen und haben gemeinsames Manövrieren trainiert, hieß es.
Am Samstag hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass zwei Langstreckenflugzeuge vom Typ Тu-22M über Belarus patrolliert hätten. Dabei sei das Zusammenwirken mit der Luftwaffe und der Luftabwehr der ehemaligen Sowjetrepublik trainiert worden. Außerdem verlegte Russland in der vergangenen Woche Erdkampfflugzeuge Su-25 in das Nachbarland – zu Übungen, wie es aus Moskau hieß. Ziel sei es, die Bereitschaft der gemeinsamen Eingreiftruppen und der Luftverteidigung zu prüfen.
Am 10. Februar soll zudem ein gemeinsames Militärmanöver starten, das zehn Tage dauern soll. Russische und belarussische Truppen wollen dabei insbesondere die Abwehr von Angriffen sowie den Kampf gegen Terrorismus und Waffenschmuggel üben.
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko in Militäruniform (Archivfoto) - SNA, 1920, 15.01.2022
„Farbrevolution verhindert“: Lukaschenko lobt OVKS-Einsatz in Kasachstan
Am Mittwoch trafen russische Luftabwehrraketensysteme vom Typ S-400 in Brest im Westen von Belarus ein. Sie stammen aus der russischen Fernost-Region Chabarowsk und wurden laut Verteidigungsministerium über mehr als 9000 Kilometer auf einen Truppenübungsplatz nahe der polnischen Grenze gebracht.
Russland und Belarus sind eng miteinander verbündet. Ihre jüngsten Militärübungen finden vor dem Hintergrund einer Beziehungskrise zwischen Russland und der Nato statt. Die USA und andere Nato-Länder werfen Russland vor, Truppen vor der Grenze zur Ukraine zusammengezogen zu haben und eine Intervention zu planen. Moskau bestreitet das und fordert seinerseits ein Ende der Nato-Osterweiterung und andere Sicherheitsgarantien.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала