Nach Unruhen: 35 Mitglieder verbotener extremistischer Organisationen in Kasachstan festgenommen

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Situation in Kasachstan nach Unruhen  - SNA, 1920, 07.02.2022
Unter den in Kasachstan festgenommenen Randalierern sind laut dem Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft des Landes Risabek Odscharow 35 Mitglieder verbotener extremistischer Organisationen.
„Bis heute sind 35 Mitglieder verbotener extremistischer Bewegungen unter den Verhafteten“, sagte Oscharow am Montag bei einem Briefing.
So wurde ihm zufolge eine Gruppe kriminell orientierter Mitglieder einer zerstörerischen religiösen Bewegung in der kasachischen Hauptstadt, Almaty, festgenommen.
„Während der Festnahme wurden einsatzbereite Schusswaffen gefunden. Sie (die Festgenommenen – Anm.d.Red.) koordinierten die Handlungen ihrer Gruppe. Dabei befand sich ein Teil auf den Barrikaden im unteren Teil der Stadt und der andere auf dem Platz“, erklärte Odscharow .
Außerdem habe das Nationale Sicherheitskomitee von Kasachstan (KNB) zwei seiner hochrangigen Mitglieder wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen, sagte Odscharow.
Er erinnerte auch daran, dass das KNB bereits in ​​Strafsachen wegen Hochverrats und versuchter Machtergreifung ermittle, bei denen der ehemalige Vorsitzende des Komitees und zwei seiner Stellvertreter in Gewahrsam genommen worden seien.
Einigen Sicherheitsbeamten in Kasachstan werde vorgeworfen, die Strafverfolgung während der Unruhen im Januar absichtlich blockiert zu haben, fügte Odscharow hinzu.
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„Wir ziehen die Version in Betracht, dass einige Leiter von Strafverfolgungsbehörden absichtlich die Handlungen von Spezialeinheiten, die Recht und Ordnung gewährleisten sollten, blockiert haben. Auf der Grundlage dieser Tatsachen führen Sonderstaatsanwälte eine vorgerichtliche Untersuchung durch“, so Odsharow.
Mindestens 225 Menschen waren während der Ausschreitungen in Almaty und vielen anderen Städten Kasachstans in den beiden ersten Januarwochen nach Angaben der Staatsanwaltschaft getötet und 4578 weitere verletzt worden. Unter den Todesopfern waren 19 Sicherheitskräfte. Laut UN-Angaben gab es mindestens 1000 Verletzte.
Auslöser der Massenproteste, die schnell in blutige Krawalle umschlugen, war eine drastische Erhöhung der Flüssiggaspreise an den Tankstellen. In der Millionenstadt Almaty gab es Plünderungen, Überfälle auf Einrichtungen und Waffenlager. Daraufhin verhängte Präsident Kassym-Schomart Tokajew den Ausnahmezustand und bat die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) um Hilfe im Kampf gegen die „Terroristen“.
Das postsowjetische Militärbündnis, dem neben Kasachstan auch Russland, Weißrussland, Armenien, Kirgisistan und Tadschikistan angehören, schickte umgehend Soldaten in das zentralasiatische Land. Am 13. Januar wurde der Einsatz für beendet erklärt. Am 19. Januar teilte das kasachische Verteidigungsministerium mit, dass alle ausländischen OVKS-Truppen das Land bereits verlassen hätten.
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