Litauischer Grenzschutz: Rückführung von 272 illegal eingereisten Migranten vereinbart

Flagge von Litauen - SNA, 1920, 07.02.2022
Gegen eine einmalige Zahlung von 1000 Euro pro Person versucht Litauen, die illegal über Belarus eingereisten Migranten zur freiwilligen Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu bewegen. Wie der litauische Grenzschutz am Montag mitteilte, ist seit Jahresbeginn mit 272 Migranten die Rückführung vereinbart worden.
Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, harren derzeit fast 3100 Menschen in litauischen Auffanglagern aus. Insgesamt seien in den vergangenen Monaten rund 4200 Migranten über die Grenze aus dem benachbarten Belarus gekommen. Die nach Behördenangaben mehrheitlich aus dem Irak stammenden Migranten sollen mit Einmalzahlungen von 1000 Euro pro Person zur freiwilligen Rückkehr in ihre Heimat bewegt werden. 1000 Migranten seien bereits freiwillig in die Heimat zurückgekehrt oder abgeschoben worden. Mit 272 Menschen habe man sich seit Jahresbeginn auf die Rückführung einigen können, meldet die DPA unter Berufung auf Vize-Behördenchef Rimantas Petrauskas. Die Rückkehrer würden mit kommerziellen Flügen aus Litauen ausgeflogen.
Angesichts der Migrantenströme aus Belarus hatte Vilnius mit dem Bau von Hunderten Kilometern Grenzzaun reagiert. Wie die DPA berichtet, werden seit Anfang August 2021 Migranten vom litauischen Grenzschutz abgewiesen.
Ziel der Migranten ist es, über Polen oder die baltischen Staaten in die EU zu gelangen und Asyl zu stellen. Die EU wirft dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vor, die Menschen aus den Krisengebieten gezielt ins Land geholt zu haben, um sie in die EU zu schleusen.
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