Wegen Umweltbedenken: Chef der Europa-SPD warnt vor zu viel Importgas aus USA

© SNA / Pavel Lisitsyn / Zur BilddatenbankGasherd (Symbolbild)
Gasherd (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.02.2022
Vor einer zu starken Fokussierung auf Gasimporte aus den Vereinigten Staaten hat der Vorsitzende der SPD-Europaabgeordneten, Jens Geier, kurz vor den Spitzengesprächen zur Energiesicherheit in der EU gewarnt. Als Grund führte er vor allem Umweltbedenken an.
„Bei der Herstellung von Versorgungssicherheit für die EU können die USA zwar eine Rolle spielen“, räumte Geier vor der Tagung des europäisch-amerikanischen Energierats an diesem Montag in Washington ein. In den USA werde Erdgas jedoch „unter extrem umweltschädlichen Bedingungen“ mit der sogenannten Fracking-Methode gefördert und setze damit nicht nur Treibhausgase frei.
Pläne für eine stärkere Kooperation der EU mit den USA begrüßte Geier. „Im Hinblick auf die angespannte Lage in der Ukraine ist es richtig, dass die EU-Kommission endlich eine Energie-Außenpolitik beginnt“, sagte er.
Gasverdichterstation (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.01.2022
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Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit sollte Geier zufolge allerdings auf der Förderung von Alternativen zu Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen liegen. „Der Ausbau der Erneuerbaren muss in Kooperation vorangetrieben werden – zum Beispiel in die Richtung eines „Klimaclubs“, wie ihn Bundeskanzler Olaf Scholz vorgeschlagen hat“, sagte der SPD-Abgeordnete. Die USA seien eines der Länder mit dem größten CO2-Ausstoß.
Die EU und die USA hatten zuletzt einen Ausbau ihrer Zusammenarbeit im Energiebereich angekündigt. Ziel sei es, für die Bevölkerung und Unternehmen in der EU und ihre Nachbarländer eine zuverlässige und erschwingliche Versorgung sicherzustellen, heißt es in einer Ende Januar veröffentlichten Erklärung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden. Somit sollen „Versorgungsschocks“ vermieden werden, die sich etwa durch eine russische Invasion in der Ukraine ergeben könnten. Moskau bestreitet die Absicht einer Invasion.
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