Baerbocks Besuch in Kiew: Selenski sagt geplantes Treffen ab

© SNAAnnalena Baerbock spricht auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nach ihren Gesprächen in Moskau, Russland, Dienstag, 18. Januar 2022
Annalena Baerbock spricht auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nach ihren Gesprächen in Moskau, Russland, Dienstag, 18. Januar 2022 - SNA, 1920, 07.02.2022
Entgegen einer ersten Ankündigung wird Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in Kiew doch nicht mit dem ukrainischen Staatspräsidenten Wladimir Selenski zusammenkommen.
Die Grünen-Politikerin spricht stattdessen mit Ministerpräsident Denis Schmihal, wie aus ihrer Delegation in Kiew mitgeteilt wurde. Als Grund wurden terminliche Schwierigkeiten genannt.
Nach Angaben des deutschen Senders N24 wurde das Treffen auf Initiative der ukrainischen Seite abgesagt.
Zentrales Thema des zweiten Ukraine-Besuchs Baerbocks innerhalb von drei Wochen ist der Konflikt mit Russland. Angesichts der Berichte über einen russischen Truppenaufmarsch in der Nähe der Ukraine äußern westliche Staaten die Befürchtung, dass Moskau eine militärische Invasion des Nachbarlandes plane. Russland dementiert das und sieht sich durch das Heranrücken der Nato an seine Grenzen bedroht.
Mit Spannung wird erwartet, wie sich die Ministerin nach dem Gespräch mit Außenminister Dmitri Kuleba zu den jüngsten ukrainischen Waffenwünschen äußert. Die Bundesregierung lehnt Lieferungen in Krisengebiete strikt ab. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Sonntag, vor seinem Abflug zum Antrittsbesuch in Washington, das deutsche Nein bekräftigt. Zuvor hatte die Ukraine eine Liste mit Waffenwünschen übermittelt.
Ein Demonstrant steht auf einem Transparent während eines Protestes gegen die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Kiew, Ukraine, am 9. Januar 2022 - SNA, 1920, 07.02.2022
„Wird Putin angreifen?“ – Im ARD-Talk ging es um „Abschreckung“ Russlands
Zum Auftakt der zweitägigen Reise besuchte Baerbock eine Gedenkstätte für die Opfer der Hungersnot 1932/33. Damals sollen auf dem Gebiet der heutigen Ukraine mindestens drei Millionen Menschen an Hunger gestorben sein. Am Abend wollte sich Baerbock ein Militärkrankenhaus ansehen, das von Deutschland mitfinanziert wird. Am Dienstag steht ein Abstecher in den Osten des Landes auf dem Programm, zur Frontlinie zwischen den Regierungstruppen und den von Russland unterstützten Kräften im Konfliktgebiet Donbass.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала