„Versehentlich“ veröffentlicht: Bloomberg entfernt Schlagzeile über Russlands „Einmarsch“ in Ukraine

© AP Photo / Jewgeni MaloletkaUkrainische Soldaten
Ukrainische Soldaten - SNA, 1920, 05.02.2022
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat nach eigenen Angaben versehentlich eine Überschrift veröffentlicht, die über einen angeblichen Einmarsch Russlands in die Ukraine informiert. Die Schlagzeile wurde bereits entfernt, die Agentur hat ihren Fehler eingeräumt.
„Wir erarbeiten Überschriften für viele Szenarien, und die Überschrift ‚Russland marschiert in die Ukraine ein‘ wurde heute gegen 16.00 Uhr ET (22.00 Uhr am Freitag – Anm. d. Red.) versehentlich auf unserer Webseite veröffentlicht. Wir bedauern diesen Fehler zutiefst“, meldete die Nachrichtenagentur am Donnerstag (Ortszeit).
Die Überschrift sei entfernt worden, zu der Ursache des Vorfalls werde ermittelt, hieß es.

Angespannte Situation um die Ukraine

Die Spannungen in den Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern haben sich in den letzten Monaten angesichts der Krise um die Ukraine verschärft. Washington und Brüssel werfen Moskau „aggressive Handlungen“ an der Grenze zur Ukraine und Vorbereitungen zu einer „Invasion“ in das Nachbarland vor.
Der Sprecher des Außenministeriums Ned Price auf einem Briefing im Außenministerium in Washington am 1. Februar 2022.  - SNA, 1920, 04.02.2022
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Vor diesem Hintergrund verstärkt das Atlantische Bündnis seine Präsenz in Osteuropa. Am 24. Januar wurde bekannt gegeben, dass Dänemark eine Fregatte in die Ostsee und vier F-16-Kampfjets nach Litauen schickt. Spanien entsendet Schiffe nach Bulgarien. Frankreich hat sich bereit erklärt, Truppen nach Rumänien zu verlegen. Die Niederlande wollen im April zwei F-35-Kampfjets nach Bulgarien schicken sowie Einheiten ihrer Landetruppen und ein Schiff der Nato Response Force zur Verfügung stellen.
US-Soldaten (Archivbild) - SNA, 1920, 03.02.2022
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Russland weist die Vorwürfe der westlichen Länder und der Ukraine zurück und verwies darauf, dass es seine Truppen auf eigenem Territorium nach Belieben verlegen dürfe.
Moskau hob mehrmals hervor, dass sich die Ukraine nicht an die Minsker Vereinbarungen halte, die einen Waffenstillstand und den Abzug schwerer Waffen von der Berührungslinie im Donbass vorsehen. Kiew hat inzwischen die Hälfte der ukrainischen Armeeangehörigen an der Grenze zu den selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk konzentriert und beschießt deren Milizen regelmäßig, unter anderem unter Verwendung von verbotenen Waffen wie etwa dem Panzerabwehrraketensystem Javelin und den Kampfdrohnen des Typs Bayraktar.
Die kürzlich freigelassene Richterin Anzhelika Presnyakova (L) und die Journalistin Olga Svorak (C) sprechen mit dem Unterhändler Volodymyr Ruban (R), der an den Gefangenenaustauschen beteiligt war, während einer Versammlung in Donezk (Archivbild) am 27. Dezember 2016. - SNA, 1920, 04.02.2022
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Moskau betonte wiederholt, dass die Vorwürfe der angeblichen „russischen Aggression“ dazu benutzt würden, Nato-Truppen und -Ausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen auszubauen. Die Eskalation in der Ukraine sei vor allem auf das Vorgehen der USA und der Nato zurückzuführen, die ihre Militärausbilder, Waffen und Ausrüstung in das osteuropäische Land schicken, die Zahl der Militärübungen erhöhen, und Kiew somit zu militärischen Abenteuern veranlassen würden, hieß es.
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