Altkanzler Schröder für Gazprom-Aufsichtsrat nominiert

© SNA / Ilja Pitajew / Zur BilddatenbankInternationales Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Tag 2
Internationales Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Tag 2 - SNA, 1920, 04.02.2022
Ex-Kanzler Gerhard Schröder ist am Freitag für den Aufsichtsrat des russischen Staatskonzerns Gazprom nominiert worden. Die Hauptversammlung ist für den 30. Juni in Sankt Petersburg geplant, teilte das russische Unternehmen mit.
Schröder ist bereits Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Nord Stream AG und Präsident des Verwaltungsrats bei der Nord Stream 2 AG.
Der 77-jährige Politiker hatte zuletzt Kiews Forderungen nach Waffenlieferungen angesichts der Krise an der Grenze zu Russland als „Säbelrasseln“ kritisiert. Den russischen Truppenaufmarsch an der Grenzlinie hatte Schröder auch als Reaktion auf Nato-Manöver im Baltikum und in Polen gewertet. Seine Parteinahme für Moskau hatte damals in Deutschland breite Kritik ausgelöst.
Die Pipeline Nord Stream 2, durch die künftig bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Deutschland und in weitere EU-Länder fließen sollen, ist betriebsbereit und wartet nun auf grünes Licht der deutschen und der europäischen Behörden. Die deutsche Bundesnetzagentur hatte das Zertifizierungsverfahren für die Rohrleitung im November unterbrochen und Auflagen erteilt, die die Betreiber erfüllen wollen. Erst danach kann das Verfahren fortgesetzt werden.
Altkanzler Gerhard Schröder (Archivbild) - SNA, 1920, 28.01.2022
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