Neuer Grünen-Chef Nouripour kritisch zu Olympia – „Feigenblatt für Autokraten“

© REUTERS / CHRISTIAN MANGOmid Nouripour ist neuer Co-Parteichef der Grünen
Omid Nouripour ist neuer Co-Parteichef der Grünen - SNA, 1920, 04.02.2022
Zum Auftakt der Olympischen Winterspiele hat der designierte Grünen-Chef Omid Nouripour Kritik an der Menschenrechtssituation in China ausgeübt.
„Wenn wir uns die politische Gästeliste der heutigen Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking anschauen, dann sieht man, dass sie zu einem riesigen Feigenblatt für Autokraten verkommen“, sagte Nouripour am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Die Anwesenheit der Staatschefs etwa von Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Ägypten und dem Kronprinz von Saudi-Arabien zeige, wie „richtig“ es sei, dass keine politischen Repräsentanten aus Deutschland anreisen, so Nouripour.
Chinas Regierung steht etwa wegen ihres Umgangs mit den muslimischen Uiguren in der Provinz Xinjiang und den Tibetern in der Kritik, aber auch wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong.
Bei allem Daumendrücken für die deutschen Athletinnen und Athleten dürfe man nicht außer Acht lassen, dass die Menschenrechtsverletzungen in China und den genannten Ländern „der olympischen Idee und jeder Idee von Fair Play widersprächen“, sagte Nouripour.
„Zudem stehen das Säbelrasseln Chinas in der Straße von Taiwan und Russlands in der Ukraine im Gegensatz zur Idee des Friedens auf Erden.“
Chinas Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.02.2022
Medien: Berlin will China als „systemischen Rivalen“ einstufen
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