Weimarer Dreieck bald im Einsatz: Berlin, Paris und Warschau wollen sich über Ukraine abstimmen

CC BY-SA 3.0 / David Liuzzo / Wikimedia CommonsDie Staaten des „Weimarer Dreiecks“ (Symbolbild)
Die Staaten des „Weimarer Dreiecks“ (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.02.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will sich mit den Präsidenten Frankreichs und Polens über den Umgang mit den Spannungen um die Ukraine beraten. Darüber informiert die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Donnerstag unter Verweis auf den Élyséepalast.
Der Agentur zufolge ist Deutschland für die Planung eines Treffens des sogenannten „Weimarer Dreiecks“ zuständig, das in Berlin stattfinden soll. Das genaue Datum steht noch nicht fest.
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Zuvor war bekanntgeworden, dass Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in den vergangenen Tagen bereits zweimal mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefonierte. Bundeskanzler Scholz, der bisher in Bezug auf die Situation um die Ukraine bemerkenswerterweise zurückhaltend agierte, will nun zeitnah zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau reisen.
Sowohl Deutschland als auch Frankreich vermitteln in dem Konflikt seit Jahren. Die jüngsten Gespräche von Russland und der Ukraine im sogenannten „Normandie-Format“ fanden vor einer Woche in Paris statt. Aus Sicht des russischen Unterhändlers Dmitri Kosak trugen sie kaum zur Lösung des Konfliktes bei.
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Situation um die Ukraine

Seit Monaten wird in westlichen Medien über die Vorbereitung einer „Invasion“ Moskaus in die Ukraine spekuliert. Die Nato-Länder bringen dabei ihre Befürchtungen über angebliche Angriffspläne Russlands auf die Ukraine zum Ausdruck und drohen Moskau daher mit schwerwiegenden Konsequenzen inklusive möglichen weiteren Sanktionen.
Russland weist alle Vorwürfe des Westens in Bezug auf die Ukraine als Provokation zurück und betont, dass diese als Vorwand zur Aufstockung der Nato-Truppen vor den russischen Grenzen benutzt würden.
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