Wegen Verletzung der Staatsgrenze von Belarus: Ukrainischer Militärattaché vorgeladen

© SNA / SputnikDas Gebäude des Verteidigungsministeriums von Belarus in Minsk.
Das Gebäude des Verteidigungsministeriums von Belarus in Minsk. - SNA, 1920, 03.02.2022
Das Verteidigungsministerium von Belarus hat in seinem Telegram-Kanal am Donnerstag mitgeteilt, den Militärattaché der Ukraine wegen der vermehrten Zahl von Grenzverletzungen vorgeladen zu haben.
Demnach haben die Grenzer am 24. Januar 2022 die Verletzung der Staatsgrenze von Belarus im Luftraum aus der Ukraine durch eine Drohne registriert, welche dann von der Luftabwehr zur Landung gezwungen wurde. Durch eine Analyse der in der Bordausrüstung enthaltenen Informationen sei die Tatsache ihres Starts aus dem Hoheitsgebiet der Ukraine bestätigt worden, hieß es. Zuvor sprach die belarussische Seite von den „illegalen Aufklärungsaktivitäten über dem Truppenübungsplatz „Brestski“.
„Im Zusammenhang mit diesem Vorfall ist am 3. Februar 2022 der Militärattaché für Verteidigung bei der Botschaft der Ukraine in der Republik Belarus, Oberst Kazuba S. J., ins belarussische Verteidigungsministerium einbestellt worden. Es wurde ihm eine Protestnote im Zusammenhang mit den zunehmenden Fällen von Verletzungen der Staatsgrenze der Republik Belarus durch die Ukraine ausgehändigt“, teilte die Behörde in Minsk mit.
Es sei die dritte Grenzverletzung seit November 2021, hieß es weiter.
Dem Militärattaché sei auch mitgeteilt worden, dass Kiew ein Verfahren zu diesem Vorfall durchführen und dann Minsk über dessen Ergebnisse informieren solle.

Gemeinsames Manöver

Derzeit wird in Belarus die Prüfung der schnellen Einsatzkräfte des russisch-belarussischen Unionsstaates durchgeführt, welche aus zwei Phasen besteht. In der ersten Phase, die bis zum 9. Februar dauern soll, sollen Truppen auf dem weißrussischen Territorium möglichst schnell verlegt und Truppengruppierungen gebildet werden. Zudem sollen der Schutz und die Verteidigung wichtiger staatlicher und militärischer Einrichtungen organisiert werden. Auch der Schutz der Staatsgrenze im Luftraum wird organisiert und das Luftabwehrsystem getestet.
Innerhalb der zweiten Etappe zwischen dem 10. bis 20. Februar soll das gemeinsame Manöver „Union Resolve 2022“ stattfinden, bei dem die Streitkräfte der beiden Länder die Unterbindung und Abwehr von Aggressionen von außen sowie die Terrorismusbekämpfung und den Schutz der Interessen des Unionsstaates üben werden. An diesen Manövern ist der Truppenübungsplatz „Brestski“ beteiligt.
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